Manuel Neuer musste beim 4:5 der Bayern in Paris gleich fünfmal hinter sich greifen, ohne einen einzigen Torschuss pariert zu haben. Was nach einer desolaten Performance klingt, war in Wirklichkeit aber nur ein unglücklicher Abend. Den 40-Jährigen traf bei allen fünf Gegentoren keine Schuld. Folgerichtig dürfte das Spiel auch keine Auswirkungen auf seine Zukunftspläne haben.
Jüngst verdichteten sich die Anzeichen, dass Neuer bei den Bayern noch ein Jahr dranhängt, jedoch wollten die Verantwortlichen von einer finalen Entscheidung noch nichts wissen. Doch geht nun vielleicht alles ganz schnell? Laut Bild-Bericht verließ am Donnerstag um 11:29 Uhr ein schwarzer SUV mit Dortmunder Kennzeichen die Klub-Zentrale der Bayern. Fahrer des Wagens soll ein gewisser Thomas Kroth sein, der Berater von Neuer.
Neuer stimmt Bayern-Plan wohl zu
Wie die Bild erfahren hat, war der Grund für den Kroth-Besuch tatsächlich die Zukunft des Bayern-Kapitäns. Die Bayern-Bosse sollen der Neuer-Seite verdeutlicht haben, dass sie den Routinier noch ein Jahr als Stammspieler behalten möchten, er jedoch noch mehr Partien an Jonas Urbig abgeben und als Mentor agieren soll.
Neuer soll dem Bericht zufolge nun signalisiert haben, dass er mit diesem Konzept einverstanden sei und weitermachen will. Aus genau diesem Grund soll Kroth auch in München erschienen sein. Sollte Neuer die Karriere beenden wollen, wäre ein solches Berater-Treffen ja auch gar nicht nötig gewesen.
Max Eberl kündigte jüngst an, dass entscheidende Gespräche noch im April geführt werden sollen. Dies scheint nun auch geschehen und die Neuer-Verlängerung ganz nah zu sein. Bereits vor einer Woche hatte Neuer selbst erstmals ein Indiz geliefert, welches auf eine Fortsetzung seiner Karriere hindeutete. "Ich werde jetzt noch nichts verkünden. Aber im Moment sieht es gut aus", hatte der Schlussmann bei Sky angemerkt.
Real-Partie liefert Neuer das nötige Signal
Entscheidend für den voraussichtlichen Neuer-Verbleib ist, dass sich der Keeper körperlich noch gut fühlen soll. Auch seine starke Performance beim Hinspiel gegen Real Madrid soll ihn darin bestärkt haben, noch immer auf höchstem Niveau halten zu können.
Nun gilt es wohl nur noch, die Rahmenbedingungen des neuen Vertrags zu klären. Eine Reduzierung seines Jahresgehalts von 20 Millionen Euro wäre möglich. Es ist nicht davon auszugehen, dass eine Verlängerung jetzt noch an der Gehaltsfrage scheitern könnte.
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