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Hoeneß enthüllt: Kompany war nur der Trostpreis - dieser Coach sollte kommen

Uli Hoeneß hatte anfänglich Zweifel an der Eignung von Vincent Kompany. Diese sind nun aber verflogen.
Vincent Kompany ist für Uli Hoeneß ein unverhoffter Glücksfall
Vincent Kompany ist für Uli Hoeneß ein unverhoffter Glücksfall | Christina Pahnke/GettyImages

Inzwischen gibt es nicht den geringsten Zweifel daran, dass Vincent Kompany für den FC Bayern der perfekte Trainer ist. Selbst den anfänglichen Vorwurf, er würde den Talenten zu wenige Chancen geben, konnte er in der laufenden Saison in Gänze entkräften.

Das gefällt natürlich auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Dieser gab im Interview mit dem kicker jedoch zu, dass man anfänglich Zweifel hatte und man - wie hinlänglich bekannt ist - zunächst andere Optionen gecheckt hat.

Glasner wäre fast Bayern-Coach geworden

"Wir waren anfangs skeptisch, er war die Nummer vier oder fünf, mit der wir gesprochen haben. Ich denke an Julian Nagelsmann, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel zuerst und auch Oliver Glasner, der gekommen wäre, hätte ihn Crystal Palace freigegeben", machte Hoeneß deutlich. Während die Bayern-Anfragen bei Nagelsmann, Rangnick und Tuchel bestens bekannt waren, so ist es doch eine Neuigkeit, dass Glasner offenbar so dicht davor stand, Bayern-Trainer zu werden.

Inzwischen wäre die Chance auf Glasner im Übrigen da. Der Coach wird Crystal Palace zum Saisonende verlassen und schon seit längerer Zeit herrscht eine ziemliche Disharmonie zwischen dem Trainer und dem Klub. Die Zeiten, in denen Glasner als Heilsbringer gefeiert wurde, sind definitiv vorbei.

Guardiola sprach sich für Kompany aus

Die Münchner fahren mit Trostpreis Kompany aber wohl ohnehin deutlich besser. Einen gewissen Anteil daran hat auch City-Coach Pep Guardiola. Der Katalane hat Kompany während ihrer gemeinsamen Zeit nicht nur viel beigebracht, sondern auch den Bayern zu einer Verpflichtung geraten. "Als wir Pep Guardiola vor Vincents Verpflichtung angerufen haben, was er von ihm hält, hat er gesagt, wir können ihn blind nehmen", verriet Hoeneß.

So trafen sich Hoeneß, Herbert Hainer, Max Eberl und Christoph Freund im Käfer mit Kompany und dessen Vater. "Nach einer halben Stunde habe ich Max einen Stoß gegeben und den Daumen nach oben gezeigt. Ich wusste, das ist er", stellte Hoeneß dabei schnell fest. Folgerichtig nahm er Eberl direkt in die Pflicht. "Ich habe Max dann gesagt, er soll bitte Wäsche zum Übernachten mitnehmen, ohne Vertrag brauche er nicht von den Verhandlungen zurückkommen", erinnerte sich der Ehrenpräsident.

Hoeneß vertraut Kompany zu 100 Prozent

Kompany konnte in seiner ersten Saison die Meisterschale souverän zurück nach München holen und nimmt in dieser Saison Anlauf auf das Triple. Nicht umsonst haben die Bayern den Vertrag mit dem Belgier bereits im Oktober bis 2029 verlängert. "Das war ein unglaublicher Vertrauensvorschuss", verdeutlichte Hoeneß.

Bayern München und Vincent Kompany scheint aber auch einfach eine Symbiose zu sein, die zu 100 Prozent passt. "Wir wollten zum Ausdruck bringen, dass wir von seiner Arbeit total überzeugt sind und er ein Trainer ist, der die Leute hier lange begeistern kann", führte Hoeneß aus. Kontinuität hatte den Bayern auf der Trainer-Position zuvor lange gefehlt. Seit Guardiola blieb kein Coach mehr für zwei volle Saisons oder länger. Kompany dürfte das ändern.

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