Konrad Laimer hat sich beim FC Bayern in dieser Saison als unverzichtbarer Teil der Startelf etabliert. Der gelernte Mittelfeldspieler brilliert als Rechtsverteidiger und weiß nicht nur defensiv seinen Mann zu stehen, sondern bietet auch offensiv einiges an, wie elf Scorerpunkte in 31 Pflichtspielen unterstreichen.
Mit Blick auf sein Vertragsende 2027 wären die Münchner gut beraten, die Verhandlungen bis zum Sommer abzuschließen. Schließlich gilt es, ein ähnliches Vertragsdrama wie bei Leroy Sané, Alphonso Davies und Dayot Upamecano zu vermeiden.
Einfach werden bzw. sind die Gespräche aber nicht. Weil Laimer eine satte Gehaltserhöhung fordert und offenbar bei einem neuen Vertrag rund 15 Millionen Euro pro Jahr haben möchte, liegt der Poker laut übereinstimmenden Medien derzeit auf Eis. So wichtig und formstark Laimer auch ist: Die Bosse sehen seine Forderungen als übertrieben an. Und irgendwann muss man an der Säbener Straße dem Gehaltsirrsinn nunmal die Stirn bieten.
- Lies mehr: Fordert Laimer "noch deutlich mehr"?
Vor dem Abflug nach Bergamo, wo am Dienstag das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League ansteht, hat Max Eberl zur Personalie des Österreichers Stellung bezogen und dabei bestätigt, dass die Vorstellungen beider Parteien derzeit (zu) weit auseinander liegen.
"Wir möchten Konnys Vertrag verlängern. Es gab Gespräche, aber derzeit ruhen die Verhandlungen. Das ist auch nicht schlimm, es gibt keinen Groll oder böses Blut", versicherte der Sportvorstand.
"Wir haben unsere Vorstellungen, sie haben ihre Vorstellungen, und diese Vorstellungen müssen in irgendeiner Art und Weise übereinstimmen. Im Moment tun sie das nicht, aber das ist auch nicht schlimm", ergänzte Eberl. "Wir sind sehr happy, dass er zurück ist, dass er wieder gesund ist und dass er jetzt zur Verfügung steht."
Eberl unterstrich zudem, dass der Verein auch bei Sané nicht von seinen Vorstellungen abgewichen war und dessen Forderungen ein 'Nein' entgegnete. Der Flügelspieler wechselte daraufhin ablösefrei zu Galatasaray Istanbul.
Auch wenn Eberl sich noch betont locker gibt, wäre es für die Bayern natürlich trotzdem maximal unglücklich, wenn sich der Poker beim Österreicher in die Länge zieht. Klar, die Münchner können nicht ständig nachgeben und jedem Spieler die Wünsche erfüllen. Gute Rechtsverteidiger, die so gut zum Stil von Kompany passen, sind aber auch schwer zu finden bzw. in der Regel sehr teuer.
