Für Grischa Prömel ist diese Saison eine ganz persönliche Comeback-Story. Der Mittelfeldspieler der TSG 1899 Hoffenheim hat sich nach seinem Kreuzbandriss eindrucksvoll zurückgemeldet, ist wieder Stammspieler und kommt in dieser Bundesliga-Saison bereits auf sieben Tore sowie zwei Vorlagen.
Im Sommer wechselt Prömel dann zurück in seine alte Heimat zum VfB Stuttgart. Doch womöglich muss der Mittelfeldspieler auf dem Weg ins Schwabenland noch einen Abstecher in die USA, nach Kanada und Mexiko machen – zur Weltmeisterschaft mit dem DFB-Team.
Nagelsmann und Prömel verbindet gemeinsame Geschichte
Wie Grischa Prömel verriet, hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann persönlich bei ihm gemeldet. "Ich kenne Julian ja schon sehr lange, er war bereits mein Jugendtrainer in Hoffenheim", sagte der 31-Jährige.
Dass er überhaupt wieder auf diesem Niveau spielt, sei nach seinem Kreuzbandriss alles andere als selbstverständlich gewesen. "Es war wirklich ein sehr, sehr harter Kampf", erklärte Prömel mit Blick auf die lange Reha-Zeit.
Auch während seiner Verletzungspause habe Nagelsmann immer wieder den Kontakt gesucht. "Als ich schwer am Knie verletzt war, hat er sich bei mir gemeldet. Vor den März-Nominierungen hat er sich dann erneut bei mir gemeldet."
Zwar wurde Prömel für die Länderspiele letztlich nicht berücksichtigt, dennoch wertet er den Austausch positiv. "Ich weiß nun, dass er mich weiter auf dem Zettel hat."
WM als großer Traum - enger Konkurrenzkampf im deutschen Mittelfeld
Prömel bleibt realistisch, aber ehrgeizig. "Ich mache mir jetzt auch nicht die riesigen Hoffnungen für den Sommer", erklärte Grischa Prömel. Sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn jedoch brauchen, wolle er bereitstehen. "Im WM-Kader zu stehen, wäre ein riesiger Traum."

Allerdings ist die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld groß. DFB-Kapitän Joshua Kimmich gilt dort jederzeit als Option, zudem dürften die Bayern-Stars Aleksandar Pavlovic und Leon Goretzka gute Karten besitzen. Auch Angelo Stiller empfiehlt sich mit starken Leistungen nachhaltig für eine Nominierung. Bei Felix Nemcha ist der WM-Zug trotz Knieverletzung auch noch nicht abgefahren. BVB-Trainer Niko Kovac erklärte am Freitag, dass er auf ein Comeback noch in dieser Saison hoffe.
Hinzu kommen Premier-League-Spieler wie Pascal Groß und Anton Stach, die zuletzt ebenfalls berücksichtigt wurden. Auch Tom Bischof machte als U21-Kapitän mit starken Auftritten auf sich aufmerksam.
Prömel muss im Saisonendspurt also noch einmal besonders herausstechen, wenn sein großer Traum tatsächlich in Erfüllung gehen soll.
