Falscher Umgang mit El Mala? Köln-Trainer Kwasniok äußert sich

Lässt Lukas Kwasniok seinen Leistungsträger Said El Mala zu wenig spielen? Das sagt der Kölner Trainer zu den Vorwürfen.
Said El Mala wird von Lukas Kwasniok meist nur eingewechselt
Said El Mala wird von Lukas Kwasniok meist nur eingewechselt / Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages
facebooktwitterreddit

Said El Mala ist nach nur einem halben Jahr bei den Profis des 1. FC Köln der wertvollste Spieler im Kader und noch dazu der Topscorer des Bundesliga-Aufsteigers. Dabei hat der 19-Jährige gar keinen Stammplatz und wird von Trainer Lukas Kwasniok meist von der Bank gebracht. Auch nach dem 2:2 in Heidenheim, wo Mala nicht einmal drei Minuten nach seiner Einwechslung traf, musste sich der Coach daher viel Kritik anhören.

"Er ist noch nicht so weit, dass er drei Spiele in einer Woche von Beginn an über 90 Minuten durchstehen kann. Ich habe ihn einfach gerne am Ende des Spiels auch noch auf dem Feld", verteidigte Kwasniok sein Vorgehen im Gespräch mit RTL. "Unsere erfolgreichste Zeit in dieser Saison war unter anderem deshalb erfolgreich, weil Said die Spiele von der Bank entschieden hat."

In der Tat erzielte El Mala vier seiner sieben Saisontreffer nach Einwechslung. Allerdings drängt sich gleichzeitig die Frage auf, ob auf dem Konto des Offensivtalents nicht noch mehr Tore stünden, wenn dieser mehr Einsatzminuten absolviert hätte. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass El Mala immerhin in drei seiner sechs Startelfeinsätze treffen konnte.

"Ich bin ein Wegbegleiter von Said und nicht sein Fan."

Lukas Kwasniok

Kwasniok scheint dennoch an seiner Herangehensweise festhalten zu wollen. "Ich bin ein Wegbegleiter von Said und nicht sein Fan. Ich glaube, dass sein Marktwert in erster Linie dann steigen wird, wenn er weiterhin eskalieren wird. Deshalb wird es darum gehen, ihn weiterhin in diese Scoring-Momente zu bekommen", erklärte er.

Es bleibt abzuwarten, ob El Mala nach seinem gelungenen Joker-Auftritt in Heidenheim im nächsten Spiel gegen den FC Bayern (Mittwoch, 20:30 Uhr) mal wieder von Beginn an spielen darf. Die Chancen auf eine Überraschung gegen den alleinigen Tabellenführer sind aber selbst mit dem Youngster in der Startelf minimal.


Weitere Köln-News lesen:

feed