Moussa Ndiaye wird gelbwürdig gefoult und bekommt das Foul trotzdem gegen sich gepfiffen. Dazu zückt Michael Bacher die Gelb-Rote Karte für den Linksverteidiger des FC Schalke, wodurch die Gäste aus Gelsenkirchen über rund 40 Minuten in Unterzahl aufspielen müssen. Soweit die betroffene Aktion. Trotz dieser klaren Fehlentscheidung des Schiedsrichters konnten sich die Knappen schlussendlich mit einem 2:1-Sieg über die SV Elversberg durchsetzen.
Doch so groß die Freude über den schwierigen Auswärtssieg auch war, so gilt am Montag schon wieder der Blick voraus. Und das bedeutet eben auch: Aufgrund des objektiv falschen Platzverweises, wird Ndiaye auch beim Heimspiel gegen Preußen Münster am kommenden Wochenende fehlen.
S04 wird Beschwerde gegen die Folgesperre von Ndiaye einlegen
Dagegen wird Schalke Beschwerde einlegen, wie der Verein am Montag bestätigte. Die Hoffnung: Weil die Gelb-Rote Karte eben klar falsch war, wird die Folgesperre zurückgenommen. Dann könnte der Leihspieler gegen Münster eingesetzt werden.
#S04-Update: Wir haben beim @DFB Einspruch gegen die Gelb-Rote Karte für Moussa Ndiaye eingelegt. Grund ist, dass ein offensichtlicher Irrtum des Schiedsrichters vorlag. pic.twitter.com/czBYAiBt8A
— FC Schalke 04 (@s04) April 13, 2026
Es ist immer schwierig einzuschätzen, wie gut die Erfolgschancen bei einem solchen Einspruch sind. Ein Mutmacher für den S04 könnte ein ähnlicher Fall bei Atakan Karazor sein. Der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart wurde vor etwa anderthalb Jahren ebenfalls mit einer deutlich falschen Gelb-Roten vom Platz gestellt, ehe der Einspruch der Schwaben für eine Aufhebung der Folgesperre sorgte. Damals war von einem "offensichtlichen Irrtum" die Rede.
