Trotz einer mehr als 40-minütigen Unterzahl konnte sich der FC Schalke am Sonntag bei der SV Elversberg durchsetzen und drei äußerst wichtige Punkte aus diesem Duell zweier Aufstiegsaspiranten mit nach Gelsenkirchen nehmen. Der 2:1-Sieg hält die Knappen an der Tabellenspitze, mit nun fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Dieser Auswärtssieg musste sich allerdings auch hart erarbeitet werden. "Ich bin am Ende meiner Kräfte. Es war wirklich sehr, sehr hart. Aber am Ende haben wir es irgendwie über die Zeit gebracht", beschrieb Timo Becker nach Abpfiff (via WAZ). Durch die verschiedenen Ausfälle lief er im Saarland als Kapitän auf.
"Das größte Gut, das wir haben, ist unser Herz."Timo Becker (WAZ)
In dieser Rolle als Führungsspieler – und auch ein weiteres Mal als Leistungsträger – hatte er ein großes Lob für seine Mannschaft übrig: "Das größte Gut, das wir haben, ist unser Herz. Jeder von uns hat es hier auf dem Platz gelassen. Zehn Monate hat der Trainer alles dafür getan, dass diese Mannschaft ein Herz bekommt – das haben wir heute gezeigt."
Schalke-Kapitän für Becker "das Größte auf der Welt"
Es sei für ihn "das Größte auf der Welt, so einen großen Klub als Kapitän zu vertreten", so Becker weiter. Umso mehr war er dann stolz darauf, diese "Riesenehre" mit diesem Team anschließend auch feiern zu können. Insbesondere beim Blick auf die Bilder der Ehrenspielführer in der heimischen Veltins-Arena bekomme er ein Gefühl dafür, "was man erreicht haben muss, um Kapitän auf Schalke zu sein". Entsprechend betonte der 29-Jährige: "Ich bin einfach nur stolz, dass ich diese Position in der Mannschaft habe, und ich glaube ich habe heute gezeigt, dass ich sie zu Recht habe."
Unter seiner Führung konnte Schalke also einen weiteren Schritt zum erhofften Aufstieg machen – wenngleich noch nichts entschieden ist. "Die Fans sollen und dürfen dran glauben", gestand Becker den Anhängern das Träumen zu. Er selbst betonte nach dem Spiel bei Sky, lieber weiterhin von Spiel zu Spiel schauen zu wollen. Das macht Königsblau inzwischen aber mit breiter Brust: "Auch wir wären dumm, wenn wir nicht daran glauben würden, dass wir jedes Spiel gewinnen können."
