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Experte zündet die nächste Stufe: Kritik an Nagelsmann immer heftiger

Julian Nagelsmann muss sich gegen immer heftigeren Gegenwind wehren. Nun bekam der Bundestrainer harte Worte von Markus Babbel ab.
Julian Nagelsmann steht im Zentrum der Kritik
Julian Nagelsmann steht im Zentrum der Kritik | Justin Setterfield/GettyImages

In Deutschland herrscht nach der 1:2-Pleite gegen Ecuador Unzufriedenheit und Skepsis vor. Dies bekommt auch Bundestrainer Julian Nagelsmann zu spüren, der schon vor der WM viele Kritiker hatte und nun von vielen noch negativer gesehen wird.

Markus Babbel nahm im Rahmen des Fußballtalks Doppelpass auf Sport1 so richtig Fahrt auf und kritisierte Nagelsmann mehr als deutlich. "Da ist er ja selbst schuld. Er tätigt Aussagen und macht dann etwas anderes. Ich weiß, wenn er rechts sagt, geht er links. Das sind die Dinge, worüber diskutiert wird", sieht der Ex-Fußballer die Schuld nicht bei den Medien oder bei einer zu kritischen Öffentlichkeit, sondern bei Nagelsmann selbst.

Babbel zeigt sich knallhart: "Die Kommunikation ist einfach schlecht"

Exemplarisch dafür stehe Babbel zufolge die Rückkehr von Manuel Neuer. "Da ist keine Geschichte, weil die Medien oder die Experten so böse sind. Die Kommunikation ist einfach schlecht", monierte er. Babbel zufolge sollte sich Nagelsmann mal eine Scheibe bei Rudi Völler abschneiden. Dieser kommuniziere "sensationell" mit der Öffentlichkeit. "Er hat da den Meister neben sich", machte Babbel deutlich.

"Er wirkt dann wie so ein kleines bockiges Kind [...]."
Markus Babbel über Julian Nagelsmann

Besonders missfallen hat Babbel zudem das Verhalten von Nagelsmann nach der 1:2 gegen Ecuador. "Du hättest das Ecuador-Spiel wunderbar erklären können, wenn du die richtigen Antworten geliefert hättest, aber er wirkt dann wie so ein kleines bockiges Kind und dass die Leute dann draufgehen, ist doch völlig normal", zeigte sich Babbel knallhart.

Nagelsmann blockt Mentalitätsfrage rüde ab

Nagelsmann hatte nach dem Match gegen Ecuador ziemlich dünnhäutig eine Interview-Frage gekontert, in der es darum ging, ob die Südamerikaner den Sieg mehr gewollt haben. Der Bundestrainer tat dies als "Quatsch" ab, jedoch waren sich Deniz Undav, Joshua Kimmich und Rudi Völler darüber einig, dass tatsächlich ein paar Prozentpunkte an Willen und Überzeugung gefehlt haben.

Natürlich gibt ein Bundestrainer kein gutes Bild ab, wenn er eine so völlig konträre Wahrnehmung hat. Dabei sei jedoch angemerkt, dass er möglicherweise auch einfach nur sein Team in Schutz nehmen wollte. Dieser Versuch ging allerdings nach hinten los.

Nagelsmann-Entscheidungen fruchten nicht

Letztlich sind es schlichtweg zu viele Nagelsmann-Entscheidungen, die noch nicht vom Erfolg gekrönt sind, sei es die Neuer-Rückkehr oder die Kimmich-Rolle in der Abwehrkette. Abenteuerliche Erklärungen wie die ständige Erwähnung des Rasens bei misslungenen Szenen von Leroy Sané kommen erschwerend hinzu.

Deutschland benötigt nun einen dringenden Stimmungsheber. Eine überzeugende Vorstellung und ein Sieg gegen Paraguay am Montagabend (22:30 Uhr) sind hierfür eigentlich die einzige Möglichkeit.


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