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Es droht der Ausverkauf: Gwinn, Bühl & Co. vor Bayern-Abgang?

Die Frauen des FC Bayern stehen womöglich vor einem komplizierten Transfersommer 2027.
Wie lange spielen Linda Dallmann und Giulia Gwinnnoch für den FC Bayern?
Wie lange spielen Linda Dallmann und Giulia Gwinnnoch für den FC Bayern? | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

In dominanter Manier sicherten sich die Frauen des FC Bayern München in der abgelaufenen Saison das nationale Double aus Meisterschaft und Pokalsieg – ungeschlagen wohlgemerkt. Und in der Women's Champions League verlor man erst im Halbfinale gegen die späteren Siegerinnen vom FC Barcelona.

Eigentlich alles gut also in der bayrischen Landeshauptstadt, oder? Mitnichten. Denn auch die Münchnerinnen sehen sich der immer größer werdenden Konkurrenz aus England und Spanien ausgesetzt – vor allem auf dem Transfermarkt, was für einen echten Horrorsommer 2027 sorgen könnte.

Eine Frage des Geldes

Denn laut der Sport Bild steht bei etlichen Leistungsträgerinnen nicht fest, ob sie auch über den kommenden Sommer hinaus das Bayern-Trikot tragen werden. Das Problem aus Sicht der Münchnerinnen: Im Ausland wird mittlerweile das Doppelte an Gehalt gezahlt.

Das merkt man schon in diesem Sommer. Mittelffeld-Lenkerin Georgia Stanway ist weg, als Neuzuänge kamen bislang nur Talente, keine echten Verstärkungen oder ein Stanway-Ersatz. Elisa Senß, die lange als Kandidatin galt, wechselte lieber zu Real Madrid.

Bayerns Frauenfußball-Chefin Bianca Resch sagt zwar, dass man den Talenten mehr Entwicklungschancen geben will und verweist zudem auf die Rückkehr von Lena Oberdorf und Sara Zadrazil. Die defensive Transferpolitik ist allerdings auch Thema bei den Spielerinnen – und könnte üble Folgen haben.

Großer Umbruch im kommenden Sommer

2027 laufen nämlich gleich acht Verträge von Leistungsträgerinnen aus. Zu ihnen zählen Torhüterin Ena Mahmutovic, die als kommende Nummer eins in der Frauen-Nationalmannschaft gehandelt wird. Sie wird laut der Sport Bild von "halb Europa" gejagt. Auch Guilia Gwinns Vertrag läuft dann aus, die 26-Jährige ist bei nahezu allen Top-Klubs gefragt.

Dasselbe Szenario gibt es bei Alara, Franziska Kett und Klara Bühl. Alara wurde konret von spanischen Spitzenteams angefragt, Kett ist ein Thema bei der Über-Mannschaft aus Barcelona. Dort war auch Bühl vor ihrer Verlängerung ein Thema, im nächsten Sommer dürfte das wieder akut werden.

Denn Bühl hatte angekündigt, zwar noch ein Jahr bleiben zu wollen, danach sei das Ausland für sie allerdings ein großes Thema. Als eine der besten Außenstürmerinnen Europas stehen ihr alle Türen offen.

Klara Bühl
Klara Bühl gehört zur europäischen Elite | DeFodi Images/GettyImages

Bayerns schwieriger Spagat

Für die Münchnerinnen wird es also ein schwieriger Sommer und eine Mammutaufgabe, alle Leistungsträgerinnen von einer Zukunft im roten Trikot zu überzeugen.

Denn in puncto Gehalt will der deutsche Double-Sieger bewusst nicht mit Barça, Lyon oder dem FC Chelsea mithalten. Stattdessen will man laut Resch durch das familiäre Umfeld, die Ambitionen und die guten Entwicklungsbedingungen punkten.

Eine noble Herangehensweise, aber ob das bei den absoluten Top-Spielerinnen reicht?


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