Erneutes Umdenken am Bayern-Campus: Irritationen zwischen Eberl und Freund?

In der Nachwuchs-Abteilung der Bayern scheinen einige personelle Wechsel geplant zu sein. Sportdirektor Christoph Freund statt wie bislang Sportvorstand Max Eberl könnte künftig den Campus verantworten.
Zwischen Christoph Freund und Max Eberl soll nicht alles harmonisch zugehen
Zwischen Christoph Freund und Max Eberl soll nicht alles harmonisch zugehen / picture alliance/GettyImages
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Die Arbeit im Bayern-Campus trägt immer häufiger Früchte. Dies beweisen nicht nur die Beispiele Aleksandar Pavlovic und Lennart Karl, sondern auch zahlreiche andere Youngster, die sich aufmachen, den Weg in die Profi-Mannschaft zu schaffen.

Dies bedeutet für den FC Bayern allerdings keineswegs, sich jetzt zurücklehnen zu können. Das wissen auch die Verantwortlichen nur zu gut. Vielmehr wollen diese zukünftig noch mehr auf Talente setzen und die Jugendarbeit weiter fördern. Durch die Schaffung von neuen Strukturen und neuem Personal könnten sich laut kicker-Bericht auch die Verantwortlichkeiten in der Führungsetage verschieben.

Doch welche Dinge sind konkret geplant? Wie kicker und Bild berichten, soll Michael Wiesinger als Sportlicher Leiter im Nachwuchsleistungszentrum installiert werden. Der frühere Bayern-Profi lenkt derzeit die Nachwuchsarbeit beim 1. FC Nürnberg, könnte aber bald in München aufschlagen. Der 53-Jährige soll den Franken bereits mitgeteilt haben, dass er gerne wechseln möchte, jedoch seien noch kleinere Details zu klären. Angedacht ist wohl, dass der Bayern-Wunschkandidat am 1. Juli die neue Stelle antreten darf.

Weinzierl bald außen vor? Freund, Sauer & Wiesinger könnten Trio bilden

Damit würde er in die Fußstapfen von Markus Weinzierl treten, dessen Vertrag nur noch bis zum Saisonende läuft. Das Kommen von Wiesinger muss aber offenbar nicht damit einhergehen, dass Weinzierl den Klub verlässt. Es bestände auch die Möglichkeit, den früheren Bundesliga-Trainer in einer anderen Funktion weiter zu beschäftigen. Die Sport Bild hatte erst unlängst berichtet, dass die Bayern Nachwuchs-Direktor Jochen Sauer entlasten wollen, der sehr viel mit Übersee-Projekten zu tun hat. Es kann also jede helfende Hand benötigt werden.

Der immer konkreter werdende Wechsel von Weinzierl auf Wiesinger würde dem kicker-Bericht zufolge mit einer größeren Umstrukturierung einhergehen. So soll Sportdirektor Christoph Freund den Verantwortungsbereich von Sportvorstand Max Eberl im Campus übertragen bekommen. Für den Österreicher wäre das ein kleiner Meilenstein, da er dann gemeinsam mit Sauer und Wiesinger federführend wäre.

Irritationen zwischen Eberl und Freund?

Die Umstrukturierung könnte auch auf den Profibereich Auswirkungen haben. Scouting-Leiter Nils Schmadtke soll die gesamte Abteilung umgekrempelt haben, was allerdings nicht nur Harmonie hervorgerufen hat. Insbesondere zwischen Freund und dem Gespann Eberl und Schmadtke soll es gewisse Ungereimtheiten geben.

Dies könnte natürlich gerade die Position von Freund auf Profi-Ebene schwächen und jene von Schmadtke stärken, dessen Vertrag allerdings zum Saisonende ausläuft. Hier wird man sehen müssen, was die Zukunft bringt. Womöglich geht Freund trotz seiner größeren Rolle im Campus eher als Verlierer aus der Personal-Rochade.

Bayern planen Veränderungen auf den Trainerpositionen

Doch nicht nur auf Führungsebene, sondern auch auf den Trainerpositionen sollen Änderungen stattfinden. Der FC Bayern plant dem Bericht zufolge eine Neubesetzung des U19-Trainerpostens. Auch die Zusammensetzung des U23-Trainerteams soll intern diskutiert werden, wenngleich Holger Seitz von den Verantwortlichen sehr geschätzt wird. Folgerichtig würde er den Verein wohl nicht verlassen müssen, sondern anderweitig unterkommen.

Festzuhalten ist jedenfalls, dass die Bayern in Sachen Nachwuchs-Arbeit nicht auf der faulen Haut liegen, sondern permanent nach Verbesserungen in den Strukturen und im Personalbereich suchen.


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