Er trainierte unter Pep Guardiola: Was macht eigentlich Sinan Kurt?

Sinan Kurt galt einst als großes Versprechen und stand beim FC Bayern München sogar unter Pep Guardiola auf dem Platz. Heute spielt er beim MSV Düsseldorf und spricht offen darüber, wie er auf seinen Weg zurückblickt.
Sinan Kurt gegen Hertha BSC
Sinan Kurt gegen Hertha BSC | City-Press/GettyImages

Es war 2015 im Spiel zwischen Bayern München und dem Hertha BSC, als Sinan Kurt zur Halbzeit für Gianluca Gaudino eingewechselt wurde. Damals war das eine Entscheidung von niemand Geringerem als Startrainer Pep Guardiola.

Leider sollte genau dieser Einsatz über eine Halbzeit einer der wenigen Momente auf der großen Bühne in Kurts Karriere bleiben. Dabei waren die Hoffnungen und Erwartungen rund um das Talent gewaltig. Für knapp drei Millionen Euro holten die Münchner ihn damals aus der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach, eine für damalige Verhältnisse stolze Investition.

Bei den Bayern fiel der Offensivspieler aber recht schnell durchs Raster. Und auch bei seinen nächsten Stationen schaffte es Kurt nie wirklich, sich festzusetzen oder sich über längere Zeit zu empfehlen. Nach dem Kapitel beim Rekordmeister folgten Versuche bei Hertha BSC, der WSG Tirol und später auf noch kleinerer Ebene bei Vereinen wie dem SV Straelen oder Karaman FK.

"Man muss auch Fehler machen, um zu lernen"

Mittlerweile spielt der 29-Jährige für den MSV Düsseldorf. Im Video-Podcast Treffpunkt Amateurfußball erklärte er zuletzt, wie er auf seine Karriere und seine jetzige Station denkt: "Wir sind eine coole Truppe. Wir haben viele erfahrene Spieler, das passt vom Vibe her ganz gut”, sagte er über das Team. “Es macht einfach Spaß, zu zocken."

Einer der Gründe, warum es ihn damals nach München zog, war wohl die Chance, unter Pep Guardiola zu trainieren: "Ich habe von ihm unglaublich viel gelernt. Die Zeit würde ich auf keinen Fall missen wollen."

In dem Gespräch gab er auch sehr offene Einblicke in die kritischen Phasen als junger Profi: "Von da an gab es nur noch Fußball. Es gab Tage, da wollte ich gar keinen Fußball mehr sehen. Deshalb bin ich jetzt froh, wie es ist. Ich war in vielen anderen Städten und Ländern, jetzt bin ich in der Heimat."

Für ihn gibt es auch nicht mehr die Frage danach, was man hätte anders machen sollen. Stattdessen erklärte er zu seinen Karriereschritten ehrlich: "Man muss auch Fehler machen, um zu lernen. Ich bin froh, wie alles passiert ist."


Was macht eigentlich?