Bei der WM 2026 packte die FIFA eine ganze Reihe an neuen Regelungen aus, von denen manche mehr und manche weniger beliebt waren. Schon damals war klar, dass einige Regeländerungen auch in der Bundesliga Anwendung finden. Andere wurden hingegen als optional bezeichnet. Die Sitzung der DFB-Schiedsrichter-GmbH mit Geschäftsführer Knut Kircher und der "Kommission Fußball" der Bundesliga in Frankfurt hat diesbezüglich nun Licht ins Dunkel gebracht.
Anders als bei der WM sollen in der Bundesliga Eckbälle weiterhin nicht vom VAR überprüft werden, damit die Zahl der Eingriffe nicht zu hoch wird. Zudem soll es für das Verdecken des Mundes mit der Hand oder dem Trikot maximal eine Gelbe Karte geben. Bei der WM wurden solche Vergehen noch mit glatt Rot geahndet. Ebenfalls keine Rote Karte gibt es, wenn Spieler aus Protest das Spielfeld verlassen. Diese Änderung hatte die FIFA als Reaktion auf das skandalträchtige Afrika-Cup-Finale eingeführt, bei dem das senegalesische Team geschlossen den Platz verlassen hatte.
Trinkpausen sollen weiterhin nicht vorgeschrieben sein, sondern nur dann genommen werden, wenn sie aufgrund der Bedingungen nötig sind.
Kapitänsregel soll wieder strikt eingehalten werden
Die Schiedsrichter sollen dafür darauf achten, dass die Einhaltung der Kapitänsregel wieder konsequent eingehalten wird. Diese wurde bei der WM häufige Male missachtet. Spieler, die dagegen verstoßen, sollen mit einer Verwarnung belegt werden. Ebenso sollen die Referees Unsportlichkeiten und despektierliches Verhalten konsequent ahnden.
Diskutiert wurde auch über den Schutz der Torhüter. Erlaubt ist es, dass sich Spieler vor, neben oder hinter den Keeper stellen. Allerdings soll konsequent abgepfiffen werden, wenn ein Spieler aktiv seinen Körper in den Torhüter bewegt, ihn blockt oder bei einer Abwehraktion behindert.
Bundesliga: Diese WM-Regeln wurden übernommen
Bereits im Vorfeld des Treffens war klar, dass einige Regeländerungen von der WM übernommen werden:
- Abwürfe und Einwürfe müssen innerhalb von fünf Sekunden ausgeführt werden. Ist dies nicht der Fall, wechselt der Ballbesitz. Dies bedeutet, dass der Gegner einwerfen darf oder einen Eckstoß zugesprochen bekommt.
- Im Falle einer Auswechslung muss der Spieler innerhalb von zehn Sekunden nach der Anzeige vom Platz sein. Ansonsten muss der Eingewechselte eine Minute und bis zur nächsten Spielunterbrechung warten. Das Team spielt bis dahin in Unterzahl.
- Spieler, die auf dem Platz verletzungsbedingt behandelt wurden oder auf diese Weise eine Unterbrechung verursacht haben, müssen für eine Minute vom Platz. Die Regel gilt nicht für Torhüter und Spieler, die durch ein Foul verletzt wurden, für das der Gegner eine Karte erhalten hat.
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