Paris Brunner galt einst bei Borussia Dortmund als hoffnungsvolles Nachwuchsjuwel, doch aufgrund verschiedener Zweifel an seiner Einstellung kam es für den Offensivspieler am Ende nicht zu einem Happy End bei den Schwarzgelben. Nach einem holprigen Start im Ausland scheint Brunner in der laufenden Saison endlich in die Spur zu finden und macht auch im Profibereich mächtig auf sich aufmerksam – allerdings in doppelter Hinsicht.
Brunner mit Skandal nach Traumtor
Der 20-jährige gebürtige Dortmunder präsentierte sich im bisherigen Saisonverlauf in Topform und konnte in sechs Pflichtspielen für Ligue 1-Topklub AS Monaco wettbewerbsübergreifend fünf Treffer erzielen. So auch am gestrigen Samstag, als er nach Vorlage von Lamine Camara mit einem Traumtor den 1:1-Ausgleich gegen Straßburg erzielte und seinem Team immerhin einen Zähler rettete.
Die große Begeisterung über den ansehnlichen Treffer blieb manchen aber nur Sekunden später im Hals stecken, denn das ehemalige BVB-Juwel sorgte mit seinem Torjubel für einen Eklat.
Par contre.. la célébration de Paris Brunner 🇩🇪 PAS OUF OUF… tranchage de gorge en direction du virage de la Meinau. https://t.co/fDYD6KLheu pic.twitter.com/Z55yRqe6Gy
— Actu Foot (@ActuFoot_) September 12, 2026
Brunner wandte sich den Straßburger Fans zu und feierte mit einer Kopf-ab-Geste in Richtung des Anhangs der Hausherren. Er deutete einen Kehlenschnitt an und erntete dafür umgehend ein gellendes Pfeifkonzert der Fans des Heimteams. Für den vermeintlichen enfant terrible könnte es jedoch ein deutlich schlimmeres Nachspiel geben als nur ein paar eingebüßte Sympathiepunkte.
Schiedsrichter Eric Wattellier soll die Szene im Spielbericht vermerkt haben, wodurch Paris Brunner nun eine Sperre droht. Wohl auch, weil sich Brunner nach dem Spiel recht uneinsichtig äußerte.
"Ich würde nicht sagen, dass ich es bereue, aber das war nicht die Botschaft, die ich vermitteln wollte. Es wurde falsch verstanden."Paris Brunner
Nach dem Spiel versuchte sich der 20-Jährige für die eigentlich unentschuldbare Szene zu erklären. Gegenüber der französischen L`Equipe sagte Brunner: "Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben.“ Und weiter: "Nach dem Tor waren viele Emotionen im Spiel, vor allem nach einem solchen Treffer. Ich wollte nicht respektlos sein.“
Paris Brunner hat dabei eine Ansicht, die nicht jeder Fan so vertreten dürfte. Und sicherlich auch nicht im Sinne des Vereins ist. Das frühere Dortmunder Nachwuchsjuwel sagte: "Ich würde nicht sagen, dass ich es bereue, aber das war nicht die Botschaft, die ich vermitteln wollte. Es wurde falsch verstanden. Was ich sagen wollte, war: Was für ein Tor, das war’s.“

Mit einem "Das war's“ dürfte der französische Verband die Aktion wohl nicht abtun und dem Traumtor von Brunner noch eine kleine Strafe nachschicken. Eigentlich schade, dass sich das Offensivjuwel mit einer derart unüberlegten Szene um die Früchte seiner Arbeit bringt - aber vielleicht lernt er ja daraus.
Was macht eigentlich?
