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Einstiger Bayern-Held gegen PSG: Was macht eigentlich Matthijs de Ligt?

Matthijs de Ligt brachte die Allianz Arena gegen PSG vor drei Jahren zum Kochen.
Matthijs de Ligt feiert seine spektakuläre Rettungstat
Matthijs de Ligt feiert seine spektakuläre Rettungstat | Helge Prang - GES Sportfoto/GettyImages

Am Mittwochabend duellieren sich die Bayern und Paris Saint-Germain zum heiß ersehnten Halbfinal-Showdown in der Champions League. Nach dem spektakulären 5:4 im Prinzenpark winken im Rückspiel zahlreiche Königsklassen-Rekorde. Und natürlich ein Ticket für das Endspiel am 30. Mai in Budapest.

FCB gegen PSG ist derweil schon längst zu einer Art CL-Klassiker der Neuzeit geworden. Sechsmal in den letzten neun Spielzeiten treffen die beiden europäischen Schwergewichste aufeinander. Der Heimsieg für die Franzosen im Hinspiel hatte vergangene Woche eine Serie von fünf Bayern-Siegen in Folge beendet.

Als die Allianz Arena de Ligt feierte

Zwei davon feierte der deutsche Rekordmeister 22/23 im Achtelfinale. Das Hinspiel ging zunächst mit 1:0 an die Münchner. Im Rückspiel machten die Bayern mit einem 2:0-Erfolg das Weiterkommen perfekt. Damals noch mit Matthijs de Ligt als Abwehrchef.

Dem Niederländer gelang damals seine wohl spektakulärste Aktion im FCB-Trikot. Und wie es sich für einen waschechten Verteidiger gehört, war es ein defensives Meisterwerk, das die Allianz Arena damals zum Kochen brachte. Denn nach einem Fehler von Yann Sommer im Bayern-Tor hatte PSG-Star Vitinha die Führung der Gäste in der 38. Minute auf dem Fuß. Aus rund 15 Metern musste der Portugiese nur noch ins leere Tor einschieben.

Doch Vitinha hatte die Rechnung ohne de Ligt gemacht. Der heute 26-Jährige sprintete zurück zum Tor und grätschte die Kugel tatsächlich noch unmittelbar vor der Torlinie weg. Statt 0:1 blieb es beim 0:0. Eric-Maxim Choupo-Moting und Serge Gnabry besorgten mit ihren Toren in Hälfte zwei (61. und 89. Minute) den Rest.

Bayern nahmen 2024 ein dickes de-Ligt-Minus hin

Später setzten sich die Bayern mit de Ligt zwar noch im Viertelfinale gegen Arsenal durch (2:2 und 1:0). Im Halbfinale gegen den späteren Sieger Real Madrid war dann aber Endstation (2:2 und 1:2). Für de Ligt war kurz darauf Endstation in München.

Nach 73 Pflichtspielen (fünf Tore, zwei Assists und die Wahnsinns-Tat gegen PSG) war Schluss für den weiter viertteuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Zwei Jahre zuvor war de Ligt für 67 Millionen Euro Ablöse von Juventus gekommen.

Der 52-fache niederländische Nationalspieler unterschrieb bei Manchester United, wo er noch bis mindestens 2029 unter Vertrag steht. 45 Millionen Euro Ablöse zahlten die Red Devils. Obwohl de Ligt für viele Fans und Beobachter in einer schwierigen 23/24er Saison noch zu den Lichtblicken zählte, waren die FCB-Bosse bereit, ein dickes Transfer-Minus für seinen Verkauf hinzunehmen. Immerhin kann die Ablöse durch Boni noch auf bis zu 50 Millionen Euro steigen.

Lange Leidenszeit für de Ligt – WM in Gefahr?

Gut möglich, dass ein Teil der Boni nun durch die Rückkehr von Man United in die Champions League fließt. Unter Michael Carrick, der nach dem Aus von Ruben Amorim als Trainer bis Saisonende eingesprungen ist, läuft es für United wieder richtig gut. Mit einem 3:2-Sieg über Liverpool steht die Königsklassen-Quali drei Spieltage vor Premier-League-Ende sicher fest.

Etwas beitragen konnte de Ligt zuletzt aber nicht mehr. Seit dem 14. Spieltag Anfang Dezember 2025 fehlt der Verteidiger wegen einer Rückenverletzung. Auch gegen Liverpool stand er deshalb nicht im Kader.

Vor seiner Blessur war de Ligt unter Amorim noch unumstrittene Stammkraft. In den ersten 13 Ligaspielen der Saison hatte er keine einzige Spielminute verpasst.

Umso bitterer für ihn ist daher nun der lange Ausfall. Zumal er nach einem guten Saisonstart in den englischen Medien bereits als das "fehlende Puzzleteil" bei den Red Devils gefeiert wurde. Doch die Anfangs als Kleinigkeit prognostizierte Verletzung wurde zum Horror. Immer wieder gab es kurz vor dem Comeback Rückschläge.

Seit Ende April ist de Ligt immerhin zurück auf dem Trainingsplatz. Mit Blick auf die WM wird die Zeit aber knapp. Voetbal International sprach von einem "Wettlauf gegen die Zeit". Auch, weil de Ligt unter Bondscoach Ronald Koeman zuvor schon nicht gesetzt war. Offen, ob er ohne große Spielpraxis ein WM-Ticket bekommt. Alternativen hätte Koeman in der Abwehr einige.


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