Es war ein echter Sonntagsschuss, den Osnabrück-Stürmer Robin Meißner in der fünften Minute losließ und so für die sensationelle Führung des Zweitligisten im Pokal sorgte. Doch der FC Bayern brauchte nur zwölf Minuten, um wieder auszugleichen und kurz darauf durch Tom Bischof in Führung zu gehen.
In Halbzeit zwei lieferten die Lila-Weißen dem Rekordmeister weiterhin einen großen Kampf, den Zahn zog ihnen Michael Olise mit seinem Treffer zum 3:1, der allerdings wegen Handspiels nicht hätte zählen dürfen. Den Schlusspunkt besorgte dann Harry Kane per Elfmeter.
Kompany und Kane zufrieden
Trainer Vincent Kompany zeigte sich dementsprechend zufrieden: "Am Ende ist es ein 4:1 auswärts im Pokal. Viel besser kann es eigentlich nicht laufen gegen eine kompakte, defensivstarke Mannschaft, die genau darauf ihren Erfolg aufgebaut hat. So ein Spiel auswärts 4:1 zu gewinnen, ist nicht einfach. Das ist gut – und jetzt geht es weiter."
Harry Kane stieß in dasselbe Horn wie sein Trainer. "In solchen Spielen musst du diszipliniert und mental voll da sein – gerade wenn der Gegner mit so einem verrückten Tor startet. Das war ein unglaubliches Tor. Wir mussten ruhig bleiben, und ich denke, dass wir das Spiel über die gesamte Zeit unter Kontrolle hatten. Es wäre schön gewesen, wenn wir früher noch ein, zwei Tore mehr gemacht hätten. Aber insgesamt war es ein guter Auswärtssieg", erklärte der Doppelpacker.
VfL hadert, ist aber auch stolz
Und was sagt man beim VfL zum großen Fight gegen die Münchner? "Grundsätzlich bin ich zufrieden mit der Mannschaft", sagte Trainer Timo Schultz und ergänzte: "Wenn du an so einem Tag am Ende wirklich weiterkommen willst, muss alles zusammenkommen. Ich denke, wir hatten einen überragenden Start ins Spiel. Dass Bayern uns dann hinten reindrückt und zu Chancen kommt, ist normal."
Am Ende war der Sieg für Schultz aber ebenfalls sehr verdient: "Wir hatten relativ wenig Druck auf den Ball und haben die Bälle immer wieder hinten reingespielt. So fallen dann auch die Gegentore. Du kannst gegen diese Qualität nicht alles verteidigen. Vieles von dem, was wir uns vorgenommen hatten, hat die Mannschaft gut umgesetzt. Am Ende ist das Ergebnis trotzdem verdient."
Robin Meißner, der Osnabrück so spektakulär in Führung gebracht hatte, richtete den Blick vor allem auf das Positive: "Ich glaube, wir können ziemlich viel Positives aus dem Abend mitnehmen. Dass du über 90 Minuten gegen Bayern nicht alles wegverteidigen kannst, war uns vorher bewusst. Nichtsdestotrotz hatten wir auch offensiv gute Umschaltmomente und haben teilweise mutig gespielt. (...) Darauf können wir aufbauen, wenn wir jetzt auf Sonntag vorausblicken."
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