Ein Talent verliert sich: Ali Akmans langer Absturz nach dem Frankfurt-Hype

Der türkische Stürmer kam einst als großes Talent zur Eintracht. Nun scheint seine Karriere in der Sackgasse zu sein.
Ali Akman konnte sein Potenzial nie wirklich abrufen
Ali Akman konnte sein Potenzial nie wirklich abrufen / Soccrates Images/GettyImages
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Als Ali Akman im Sommer 2021 zu Eintracht Frankfurt wechselte, galt er als eines der größten Talente des türkischen Fußballs. Er erhielt bei den Hessen einen Vierjahresvertrag und löste große Erwartungen sowie viel Euphorie bei Verantwortlichen und Fans aus.

Heute, knapp vier Jahre später, ist von dieser Hoffnung kaum noch etwas übrig. Akmans Weg zeigt exemplarisch, wie schnell eine verheißungsvolle Karriere ins Stocken geraten kann.

Von der großen Bühne zur bitteren Realität

Frankfurt hatte den 18-Jährigen damals ablösefrei von Bursaspor geholt. Sportvorstand Fredi Bobic lobte ihn als "eines der größten Talente im türkischen Fußball" und betonte, man wolle Akman behutsam aufbauen. Doch der Start verlief holprig. Kurz nach seiner Unterschrift in Frankfurt wurde er von seinem Ex-Klub suspendiert, sein Vertrag dort sogar vorzeitig aufgelöst. Der Youngster stieß frühzeitig zur Eintracht, durfte jedoch erst ab der Saison 2021/22 offiziell spielen.

Es folgte die erste Leihe zu NEC Nijmegen, wo Akman in 32 Pflichtspielen sechs Treffer erzielte – solide, aber ohne bleibenden Eindruck. Der Sprung in die Bundesliga schien nach seiner Rückkehr dennoch in weiter Ferne. Zum Start der Saison 2022/23 stand der junge Türke weder im DFB-Pokal noch am ersten Bundesligaspieltag im Kader. Frankfurt suchte erneut nach einer Lösung und verlieh ihn ein weiteres Mal.

Zerfall des Potenzials: Fehlende Entwicklung und verlorenes Vertrauen

2022 ging es für Akman zurück in die Türkei zu Göztepe, wo er in der zweiten Liga auflief. 16 Spiele und kein einziges Tor – seine Entwicklung stagnierte deutlich. Der nächste Neustart führte ihn dieses Mal endgültig Weg aus Frankfurt und zum belgischen Zweitligisten F.C.V. Dender E.H. Doch auch dort blieb der erhoffte Durchbruch aus.

Im Januar 2025 wechselte Akman schließlich zum türkischen Zweitligisten Çorum FK. Dort kam er auf zwei Treffer in 16 Pflichtspielen. Seit Juli 2025 stürmt er für Ankara Keçiörengücü und kommt dort auf drei Treffer in 21 Pflichtspielen, ein weiterer Tiefpunkt seiner Karriere.

Was einst als große Chance begann, mündete in eine Reihe von Leihen, enttäuschten Erwartungen und ausbleibendem Fortschritt. Akman fand weder sportliche Stabilität noch ein Umfeld, in dem er dauerhaft Fuß fassen konnte. Die Eintracht hatte auf ein Langzeitprojekt gesetzt, doch aus dem einstigen Supertalent wurde ein verlorenes Versprechen. Akmans Weg zeigt, wie schmal der Grat zwischen Durchbruch und Verschwinden im Profifußball sein kann.


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