Ebnoutalib-Ausfall und Defensiv-Schwäche: Die Transfer-Planungen der Eintracht

Eintracht Frankfurt ist schlecht ins neue Jahr gestartet. Denkt Sportchef Markus Krösche nach der Verletzung von Younes Ebnoutalib an einen weiteren Stürmer-Transfer? Und wie plant die SGE für die löchrige Defensive?
Younes Ebnoutalib wird Frankfurt die nächsten Wochen fehlen
Younes Ebnoutalib wird Frankfurt die nächsten Wochen fehlen / DeFodi Images/GettyImages
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Weil Jonathan Burkardt noch länger ausfällt und Stürmer-Flop Elye Wahi zurück nach Frankreich verkauft wurde, hat die Frankfurter Eintracht auf dem Winter-Transfermarkt fürs Sturmzentrum gleich doppelt zugeschlagen.

Arnaud Kalimuendo kam per Leihe mit Kaufoption aus Nottingham, Zweitliga-Shootingstar Younes Ebnoutalib wurde fest von der SV Elversberg verpflichtet. Bei der 2:3-Pleite in Stuttgart riss sich der 22-Jährige allerdings das Innenband im rechten Knie. Zwar bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen eines Kreuzbandrisses nicht, dennoch wird Ebnoutalib - der auf der Neun auf Anhieb gesetzt war - wohl vier bis sechs Wochen ausfallen.

Aktuell steht Trainer Dino Toppmöller mit Kalimuendo nur ein fitter Mittelstürmer zur Verfügung, weil auch Michy Batshuayi verletzt ist. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob die SGE-Bosse noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen wollen.

Weiterer Stürmer-Transfer unwahrscheinlich

Laut Bild hätte man das ziemlich sicher getan, wenn Ebnoutalib mit einem Kreuzbandriss monatelang ausgefallen wäre. Nun scheint man sich eine kurzfristige Reaktion auf dem Transfermarkt offen zu lassen, fühlt sich aber nicht unter Zugzwang. Die Bild nennt die aus den vergangenen Wochen üblichen Kandidaten als mögliche Transfers: George Ilenikhena von der AS Monaco, Sidiki Cherif von Angers und Newcastles William Osula.

Wirklich Sinn würde wohl nur ein weiterer Versuch bei Ilenikhena machen. Denn Cherif soll sich längst für einen Wechsel zu Crystal Palace entschieden haben. Osula wiederum fehlt den Magpies seit Anfang November mit einer Knöchelverletzung. Der Däne scheint zwar vor dem Comeback zu stehen, sofort bei 100 Prozent wäre er aber sicher nicht. Zumal der 22-Jährige in der laufenden Saison erst 344 Pflichtspielminuten in den Beinen hat.

Wegen XXL-Kader: Keine Defensiv-Transfers mehr

Dank Kalimuendo können Krösche und Co. recht entspannt bleiben. Die Wahrscheinlichkeit scheint deutlich höher zu sein, dass im Sturm nichts mehr passiert.

Andernfalls würde man den ohnehin schon großen Kader noch weiter aufblähen. Aktuell stehen 32 Spieler im Aufgebot. In der Champions League dürfte nach der Ligaphase Schluss sein. Umso größer wäre das Gedränge, wenn es ab Februar nur noch in der Bundesliga ran geht.

Das scheint auch ein wichtiger Grund zu sein, warum die SGE sich nicht mehr für die Defensive umschauen möchte. Laut Bild sei es "fast ausgeschlossen", dass es im Winter noch einen Neuzugang für die Sechs oder die Abwehr gibt. Ändern würde sich das wohl nur, wenn es zuvor Abgänge geben würde. Diese bahnen sich aktuell aber nicht an.

Angesichts von 36 Gegentoren in der Hinrunde muss Toppmöller dringend mehr defensive Stabilität ins Team bringen. Lösen wird er diese Aufgabe aber mit den aktuell vorhandenen Kader müssen. Der sollte gerade in der Abwehr eigentlich auch breit und gut genug besetzt sein...


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