Dreesen lässt aufhorchen: Verliert Bayern jetzt die Geduld bei Upamecano?

Die Verlängerung mit Dayot Upamecano ist noch immer nicht unter Dach und Fach. Jan-Christian Dreesen scheint so langsam die Geduld zu verlieren.
Noch immer ist die Verlängerung mit Upamecano nicht fix
Noch immer ist die Verlängerung mit Upamecano nicht fix / Stefan Matzke - sampics/GettyImages
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Es ist diese typische Kaugummi-Geschichte, die der FC Bayern bei Vertragsverlängerungen schon so oft hatte. Während die Münchner beispielsweise bei Alphonso Davies doch noch Erfolg hatten, ging die Sache bei David Alaba anders aus. Der Österreicher schloss sich im Sommer 2021 ablösefrei Real Madrid an.

Welchen Weg Dayot Upamecano einschlägt, ist weiterhin ungewiss, selbst wenn alle Parteien zuletzt Zuversicht ausgestrahlt haben. Doch nun ist da wieder dieses eine Wort im Umlauf, welches man schon im Zusammenhang mit dem Kimmich- oder Davies-Poker so oft gehört hatte: Ultimatum.

Ein solches soll Jan-Christian Dreesen dem Franzosen laut t-online gesetzt haben. "Upa hat ein Angebot von uns vorliegen, das wir auch noch mal verbessert haben. Das wurde auch schon mehrfach mit seinen Beratern diskutiert und jetzt auch noch mal mit ihm selbst", erklärte der Vorstandsvorsitzende im Rahmen eines Fanclub-Besuchs.

Dreesen sendet klare Botschaft: "Es wird nicht besser"

In den Worten von Dreesen macht sich jedenfalls schon ein Hauch von Ungeduld bemerkbar. "Ich glaube, was er jetzt da liegen hat, das sollte er unterschreiben. Denn es wird nicht besser", kündigte Dreesen an. Der Vorstandschef betonte dabei auch, dass der FC Bayern kein gewöhnliches Gebot abgegeben habe. "Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht, weil er seit anderthalb Jahren jetzt auch sehr gut gespielt hat", lobte er den Innenverteidiger.

Tatsächlich sah es vor der Ankunft von Vincent Kompany überhaupt nicht danach aus, dass der äußerst fehlerbehaftete Upamecano überhaupt verlängern würde bzw. dürfte. Die neue Spielweise und sein gestiegenes Selbstvertrauen haben aber zu einem klaren Performance-Anstieg geführt, den Dreesen honoriert.

"Er ist sicherlich einer der besten Innenverteidiger, die es auf der Welt gibt. Mit ihm und Jonathan Tah, aber auch den anderen, haben wir wieder eine Stabilität bekommen. Deswegen wollen wir ihn auch halten", machte er klar.

Dreesen möchte nicht jeden Blödsinn mitmachen

Dies heißt allerdings noch lange nicht, dass die Münchner Verantwortlichen eine Engelsgeduld an den Tag legen wollen. "Das Ganze darf sich jetzt auch nicht mehr so lange ziehen. Ich will jetzt nur kein genaues Datum sagen, weil das steht dann morgen irgendwo", erklärte Dreesen, der damit zumindest andeutete, dass es so etwas wie eine interne Deadline gibt.

"Wenn man ein Kaugummi zu lange kaut, ist der Geschmack irgendwann raus. Deshalb sollte sich das nicht wie Kaugummi ziehen", gab der Bayern-Boss noch einen Warnschuss ab. Ganz generell wolle der FC Bayern eben "nicht jeden Blödsinn" mitmachen.

Upamecano sitzt am längeren Hebel

Letztlich bleibt es aber wohl dabei, dass der Spieler über den Zeitpunkt seiner Unterschrift entscheidet. Dieser sitzt einfach am längeren Hebel, weil er A) gute Leistungen zeigt und B) der FC Bayern ihn auf keinen Fall ablösefrei verlieren möchte. Der FC Bayern kann da noch so oft Druck machen, im Endeffekt weiß Upamecano, dass das Angebot nicht zurückgezogen wird.

Zuletzt war zu hören, dass sich Upamecano und die Bayern sich eigentlich im Grunde einig sind. Lediglich der Wunsch einer Ausstiegsklausel soll laut mehreren Medien verhindert haben, dass die Unterschrift bereits jetzt auf dem Papier steht. Die Münchner sind wohl bereit, eine Klausel einzubauen, jedoch nur zu ihren Konditionen. Eine Verlängerung bleibt noch immer die wahrscheinliche Option. Es ist allerdings Geduld gefragt.


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