Dortmund "verschläft" Winter-Transferfenster: Kovac liefert interessante Erklärung
Von Dominik Hager

Der BVB hat im Winter keinen einzigen Spieler an Bord geholt. Dies ist ein Stück weit überraschend, weil mit Pascal Groß (Wechsel zu Brighton) und Aaron Anselmino (Leih-Abbruch) zwei Spieler wegfallen, die in der Hinrunde durchaus einige Einsätze erhalten haben. Dazu gingen die Talente Julien Duranville und Cole Campbell auf Leihbasis.
Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel in Wolfsburg hat Trainer Niko Kovac nun die Passivität der Dortmunder erklärt. "Wenn es um Verstärkungen geht, müssen wir Folgendes besprechen: Welcher Verein würde jetzt einen Stammspieler abgeben? Keiner. Und die verfügbaren Spieler können uns in so kurzer Zeit gar nicht weiterhelfen", machte er deutlich.
BVB mit schlechten Erfahrungen bei Chukwuemeka und Silva
Der BVB hat zuletzt schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass Neuzugänge erstmal Zeit benötigen. Carney Chukwuemeka ist ein gutes Beispiel dafür. Der bereits im letzten Winter vom FC Chelsea geliehene Engländer spielte in der Rückrunde kaum eine Rolle. Auch die Sommer-Neuzugänge Jobe Bellingham und der anfangs verletzte Fabio Silva hatten und haben ihre Probleme.
Folgerichtig hat Kovac wohl Angst, dass es mit möglichen Winter-Transfers ähnlich gelaufen wäre. "Sie brauchen Zeit, um das nötige körperliche Niveau zu erreichen, und diese Zeit haben wir nicht", betonte der Coach.
Derweil sei aber anzumerken, dass auch die meisten potenziellen Neuzugänge eigentlich körperlich im Saft stehen müssen. Trainiert wird schließlich nicht nur in Dortmund. Man muss ja nicht ausgerechnet angeschlagene Spieler an Bord holen, wie man es in Dortmund zuletzt häufiger gemacht hat.
Kovac setzt auf Nachwuchskräfte und Özcan
Kovac versprach nun, junge Spieler zu fördern und verwies darauf, dass jüngst die Nachwuchs-Hoffnungen Reggiani, Albert und Inacio mittrainieren durften. "Das werden wir in den kommenden Wochen fortsetzen", versprach er.
Zudem rücken andere Spieler wie der eigentlich schon abgeschriebene Salih Özcan in den Vordergrund. Der Mittelfeldspieler wird sogar für den Champions-League-Kader nachnominiert. "Wir brauchen jeden Spieler. Wir werden rotieren müssen. Falls nötig, könnte er auch mehr spielen", schilderte Kovac.
Özcan übernimmt gewissermaßen den Platz des abgewanderten Groß. Kovac erklärte bereits vor wenigen Wochen, dass Özcan in der Rückrunde mehr spielen werde. Gegen Union und Heidenheim bekam der Sechser jeweils eine Minute Spielzeit.
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