Doch kein Transfer-Flop? Dortmund will mit diesem Star verlängern
Von Dominik Hager

Der BVB dürfte seine liebe Mühe haben, das aktuelle Team über Jahre hinweg zusammenzuhalten. Die komplizierte Situation bei Nico Schlotterbeck macht das bereits deutlich und auch bei Karim Adeyemi ist derzeit absolut unklar, wie es weitergeht.
Laut Informationen der WAZ möchten die Schwarzgelben aber nicht nur bei Schlotterbeck und Adeyemi Klarheit bezüglich einer möglichen längerfristigen Zusammenarbeit haben, sondern möglichst bald auch bei Felix Nmecha. Dem Bericht zufolge kann sich der Klub sehr gut vorstellen, den Vertrag mit dem Mittelfeldmann über 2028 hinaus zu verlängern.
Nmecha und Dortmund in Gesprächen: Priorität noch woanders
Spieler und Verein sollen bereits im losen Austausch miteinander stehen. Zwar habe die Verlängerung mit Schlotterbeck und Adeyemi vorerst noch Priorität, weil die Zeit bei den bis 2027 gebundenen Spielern mehr drängt, jedoch zeigen die Gespräche, dass Nmecha in der Gunst der Verantwortlichen einen deutlichen Aufstieg hingelegt hat.
Davon war vor rund einem Jahr noch nicht unbedingt auszugehen. Der 30-Millionen-Mann war häufig verletzt und machte teilweise mehr mit kryptischen Social-Media-Posts als mit Leistungen auf dem Platz aufmerksam. Zwar zeigte er auch in seiner Anfangszeit gute Ansätze, jedoch blieben vielmehr seine trägen und unglücklichen Momente hängen.
Nmecha blüht sportlich auf: Bieten sich Chancen in der Premier League?
Dies hat sich spätestens in seiner dritten Saison bei den Schwarzgelben aber geändert. Nmecha hat seine körperlichen Probleme in den Griff bekommen, wirkt motiviert und zeigt endlich auch wieder konstant gute Leistungen auf dem Platz. Plötzlich rechtfertigt Nmecha die 30 Millionen Euro, die der BVB im Sommer 2023 an den VfL Wolfsburg überwiesen hatte.
Aus dem Mittelfeld der Borussen ist der 25-Jährige in der aktuellen Form kaum noch weg zu denken. Hinzu kommt, dass er inzwischen auch regelmäßig für die Nationalmannschaft nominiert wird. Nmecha ist athletischer als einige seiner Konkurrenten wie Aleksandar Pavlovic und Angelo Stiller, weshalb nicht wenige ihn als passendere Ergänzung zu Joshua Kimmich im Mittelfeld-Zentrum sehen.
Zwar ist von einem Stammplatz bei der WM Stand jetzt noch nicht auszugehen, jedoch befindet sich Nmecha schon jetzt in einer Situation, in der auch andere spannende Klubs Interesse anmelden könnten. Insbesondere in England soll Nmecha einen Markt haben, zumal er einst über Manchester City den Weg in den Profi-Fußball geschafft hat.
Ist der BVB noch gut genug für Nmecha?
Selbstredend wird sich natürlich auch Nmecha seine Gedanken machen, ob er die besten Jahre seiner Karriere nicht bei einem anderen Klub verbringen möchte. Der BVB gehört zwar Jahr für Jahr zu den größten Bayern-Rivalen in der Bundesliga und macht auch in der Champions League meist keine schlechte Figur, jedoch kann man die ganz großen Titel in Dortmund wohl nicht gewinnen.
Womöglich macht Nmecha seine Zukunft auch davon abhängig, wie konkurrenzfähig der BVB-Kader daherkommt. Dies hängt wiederum auch mit dem Ausgang des Schlotterbeck- und des Adeyemi-Pokers zusammen. Ein weiterer Grund für den BVB, die derzeit laufenden Gespräche rasch zu Ende zu bringen.
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