Bei der WM 2026 stehen die letzten Gruppenspiele bevor. Einige Nationen wie Deutschland, Argentinien, Frankreich und die Gastgeber-Länder USA und Mexiko haben das Ticket für das Sechzehntelfinale bereits in der Tasche. Andere Top-Kaliber wie Spanien, Brasilien, die Niederlande und Portugal sind mit bereits vier gesammelten Zählern ebenfalls fast sicher weiter.
Das eine oder andere hoch gehandelte Team muss jedoch noch um das Weiterkommen zittern. Wir werfen ein Blick auf die taumelnden Riesen der WM 2026:
6. Algerien

44 Jahre sind inzwischen vergangen, seit Algerien zum Opfer der Schande von Gijón wurde. Österreich und Deutschland einigten sich auf einen knappen Deutschland-Sieg, da dieser beiden zum Weiterkommen reichte, während Algerien in die Röhre blickte.
Nun kann sich Algerien im direkten Duell mit den Österreichern revanchieren. Das Groteske dabei: Ein Nichtangriffspakt würde wohl beide Teams ins Sechzehntelfinale befördern, weil sie dann jeweils vier Punkte hätten. Algerien-Profi Ibrahim Maza hat jedoch schon betont, keinen Nichtangriffspakt eingehen zu wollen.
Algerien hat mit Rayan Aït-Nouri, Amine Gouiri, Mohamed Amoura und dem bereits erwähnten Ibrahim Maza durchaus Qualität. Nach dem 0:3 gegen Argentinien und dem knappen 2:1 gegen Jordanien heißt es nun aber: verlieren verboten!
5. Österreich

Nach 28 Jahren ist Österreich endlich wieder bei einer WM mit dabei. Der Alpenrepublik wird von einigen durchaus ein tieferer Run zugetraut, jedoch muss nun erstmal das Sechzehntelfinale klargemacht werden. Die Ausgangslage ist etwas besser als bei Algerien, weil man gegen Argentinien nur mit 0:2 verloren und gegen Jordanien immerhin mit 3:1 gewinnen konnte. Eine knappe Niederlage gegen Algerien könnte folgerichtig immer noch mit viel Glück reichen. Darauf werden es David Alaba, Konrad Laimer und Co. aber wohl nicht ankommen lassen wollen.
4. Uruguay

Uruguay ist eigentlich ein absolute Fußball-Traditionsland, hat jedoch aktuell ein wenig zu kämpfen. Auch bei der WM 2026 lief es für Federico Valverde und Co. bislang nicht rund. Zwei dürftige Remis gegen Kap Verde und Saudi-Arabien haben die die Südamerikaner in Teufelsküche gebracht. Zwar ist man aktuell noch Gruppen-Zweiter, hat allerdings ein schweres Spiel gegen Spanien vor der Nase. Hier muss das Team zwingend punkten, um weiter im Wettbewerb bleiben zu wollen. Ein Remis würde wohl ziemlich sicher aufgrund der Tordifferenz zum Weiterkommen reichen, doch gegen Spanien wird selbst das zur Herkulesaufgabe.
3. Senegal

Zwar hat Senegal am Grünen Tisch den Afrika-Cup-Titel verloren, jedoch sind sie neben Marokko und der Elfenbeinküste definitiv die Top-Nation des Kontinents. In der starken Vorrundengruppe mit Frankreich, Norwegen und dem Irak taten sich die Senegalesen bislang aber schwer. Der Auftritt gegen Frankreich war in Ordnung, jedoch verlor man verdient mit 1:3. Gegen die Norweger enttäuschte das Team und hatte fast noch Glück, nicht höher als mit 2:3 verloren zu haben.
Sorgen bereitet insbesondere die Defensive, wo Keeper Edouard Mendy und Kalidou Koulibaly seit ihren Abschieden aus Europa definitiv an Qualität verloren haben. Insbesondere in der Offensive hat Senegal mit Nicolas Jackson, Ismaila Sarr, Iliman Ndiaye und Sadio Mané aber einiges an Qualität zu bieten.
Die Ausgangslage ist klar. Mit einem Sieg gegen den Irak wäre Senegal Gruppen-Dritter und müsste hoffen, dass die drei Punkte zum Weiterkommen reichen. Da die Grenze wohl genau bei drei Punkten liegt, zählt gegen den Irak jeder Treffer.
2. Belgien

Für die goldene Generation um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku ist es wohl die letzte Chance, den WM-Titel zu gewinnen. Wenn man ehrlich ist, ist diese Chance aber eher gering, weil sich die Roten Teufel schon seit mehreren Jahren eher auf dem absteigenden Ast befinden. Zwar gibt es auch sehr starke junge Spieler wie Jeremy Doku oder Amadou Onana, jedoch stimmen die Leistungen auf dem Platz zu selten.
Nachdem Belgien bereits in Katar enttäuschte, droht nun erneut das frühe Aus. Weder beim 1:1 gegen Ägypten noch beim 0:0 gegen den Iran machten De Bruyne und Co. eine gute Figur. Zwar spielte man gegen den Iran lange in Unterzahl, jedoch hat sich das Team auch zuvor schon schwer getan.
Aktuell ist Belgien mit zwei Punkten Gruppen-Dritter. Nun folgt das letzte Spiel gegen Neuseeland, welches man gewinnen muss, um sich ganz sicher sein zu können. Zwar könnten drei Punkte und ein ausgeglichenes Torverhältnis reichen, verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Bei dieser eigentlich extrem leichten Gruppe wäre ein so früher K.o. ein Desaster.
1. Kroatien

Auf Kroatien trifft gewissermaßen Ähnliches zu wie auf Belgien. Die letzten Überbleibsel der goldenen Generation um Luka Modric, Ivan Perisic und Co. sind noch mit dabei, inzwischen aber etwas in die Jahre gekommen. Doch auch bei den Kroaten kommen starke junge Spieler nach wie beispielsweise Luka Vuskovic oder Martin Baturina. Spieler wie Josip Stanisic und Josko Gvardiol haben international enorm viel Erfahrung und sind inzwischen im besten Alter. So ganz zu passen scheint die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern dennoch nicht.
Gegen England spielten die Kroaten gut mit, verloren in Durchgang zwei aber defensiv völlig den Faden und kassierten eine 2:4-Pleite. Das 1:0 gegen Panama im zweiten Gruppenspiel ist erstaunlich mickrig ausgefallen. Die Kroaten haben aktuell drei Punkte, ein negatives Torverhältnis und wären mit einer Niederlage gegen Ghana womöglich raus.
Ganz unrealistisch ist das nicht, bedenkt man, dass die Black Stars gegen England einen Punkt holen konnten.
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