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Die Stimmen zum CL-Wahnsinn in Paris - "Das beste Spiel, das ich je erlebt habe"

Das Halbfinal-Hinspiel zwischen PSG und dem FC Bayern wird in die Geschichte eingehen.
Paris Saint-Germain vs FC Bayern München - UEFA Champions League 2025/26
Paris Saint-Germain vs FC Bayern München - UEFA Champions League 2025/26 | MB Media/GettyImages

Das Hinspiel des Champions-League-Halbfinals zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München war sportlich auf einem mitreißenden Niveau und der ereignisreiche Schlagabtausch beeindruckte jeden, der mit dem Topspiel auch nur annähernd in Berührung kam. Einen Eintrag in die Geschichtsbücher hat das epische Spektakel von Dienstagabend schon sicher: Es war das torreichste Halbfinale der Champions-League-Geschichte!

Vor allem aber bei den Hauptakteuren des großen Spektakels hinterließ das Duell einen bleibenden Eindruck. Die Stimmen zum Königsklassen-Wahnsinn in Paris.


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Die Stimmen zum Königsklassen-Wahnsinn in Paris

Cheftrainer Vincent Kompany

FC-Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany musste das ereignisreiche Spektakel aufgrund seiner Gelbsperre aus dem Viertelfinale von der Tribüne mitverfolgen. "Wenn zwei Mannschaften mit dieser Idee in so ein Spiel gehen, dann kann genau so etwas passieren", sagte Kompany nach Spielende über die 4:5 Niederlage seines Teams. Und weiter: "Ich hatte schon das Gefühl, dass so ein Spiel drin ist."

"Natürlich, wenn du auswärts fünf Gegentore bekommst, ist es im Halbfinale normalerweise vorbei. Aber wir schießen vier und hätten auch noch zwei, drei mehr machen können."
Vincent Kompany
Vincent Kompany
Vincent Kompany | Mattia Ozbot - UEFA/GettyImages

Da Kompanys Mannschaft einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand noch auf einen Treffer verkürzen konnte, stehen die Chancen für die Münchner im Rückspiel gar nicht so schlecht. Der Münchner Cheftrainer ließ durchklingen, dass ihn die Moral seiner Mannschaft am Dienstagabend durchaus beeindruckt hat. "Natürlich, wenn du auswärts fünf Gegentore bekommst, ist es im Halbfinale normalerweise vorbei. Aber wir schießen vier und hätten auch noch zwei, drei mehr machen können."

"Grundsätzlich hatten wir immer das Gefühl, dass wir gefährlich werden können. Mit ein bisschen Ballbesitz waren wir oft sehr schnell vor dem Tor von PSG. Gleichzeitig waren wir aber auch anfällig für Konter, das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht gut genug verteidigt. "
Vincent Kompany

Vor dem Rückspiel ist Vincent Kompany optimistisch, dass seine Mannschaft mit der lautstarken Unterstützung des eigenen Anhangs für ein Ausrufezeichen sorgen kann. "Wir wissen jetzt: Das Rückspiel ist zu Hause und wir müssen gewinnen. Das tun wir dort oft und mit der Unterstützung unserer Fans ist der Glaube auf jeden Fall da. Grundsätzlich hatten wir immer das Gefühl, dass wir gefährlich werden können."

Dennoch wird es für den Finaleinzug nötig sein, an einigen Schrauben zu drehen, denn neben der großen Offensivwucht des FC Bayern gab es eben auch die weit geöffnete Tür für Pariser Angriffe. "Mit ein bisschen Ballbesitz waren wir oft sehr schnell vor dem Tor von PSG. Gleichzeitig waren wir aber auch anfällig für Konter, das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht gut genug verteidigt. Trotzdem bleibt: Vier Tore auswärts in Paris – wir können Tore schießen. Und zu Hause werden wir das wieder zeigen. Was wir verbessern müssen, dafür haben wir jetzt eine Woche Zeit."

"Wir brauchen unsere Fans und deren Unterstützung mit dem gleichen Feuer wie gegen Madrid."
Vincent Kompany

Komany bestätigte, dass man guten Mutes in das Rückspiel gehen wird. "Der Glaube ist zu einhundert Prozent da und das Gefühl auch. Wir brauchen unsere Fans und deren Unterstützung mit dem gleichen Feuer wie gegen Madrid“, so der Bayern-Coach.

Mittelfeldmotor Joshua Kimmich

Auch der Münchner Mittelfeldstar Joshua Kimmich zeigte sich nach Spielende überrascht über den offenen Schlagabtausch, der zu diesem torreichen Endergebnis geführt hatte. "Ich glaube, es war zu erwarten, dass es ein Schlagabtausch wird. Dass es so offen wird, war eher nicht zu erwarten", sagte Kimmich nach Abpfiff.

"Es fühlt sich jetzt nach dem Spiel komisch an, weil wir verlieren."
Joshua Kimmich

Dass seine Mannschaft fünf Gegentreffer kassierte, beunruhigt Kimmich dabei allerdings nicht. Stattdessen verdeutlichte der 31-Jährige, dass die Münchner sogar weiteres Selbstvertrauen tanken konnten. "Es fühlt sich jetzt nach dem Spiel komisch an, weil wir verlieren – mit einem Tor Unterschied. Wir waren zwischenzeitlich drei Tore hinten, kommen zurück und haben das Gefühl, wir müssen eigentlich noch den Ausgleich machen. Gerade hinten raus wirkte Paris müde, hatte Krämpfe, hat auf Zeit gespielt. Da war schon das Gefühl da: Da geht noch was."

" Insgesamt hat man schon das Gefühl, dass noch was drin ist."
Joshua Kimmich
Joshua Kimmich
Joshua Kimmich | Jean Catuffe/GettyImages

"Ich fand uns am Anfang ehrlicherweise sehr gut, die ersten 15, 20 Minuten. Da müssen wir das 2:0 machen", analysierte Kimmich. Der Mittelfeldmotor weiter: "Dann bringen wir Paris durch einen Fehler im Aufbau ins Spiel. Danach waren sie besser drin. Sehr ärgerlich, dass wir nach einem Standard wieder ein Tor bekommen. Das darf uns nicht passieren. Aber wir haben auf jeden Fall eine sehr gute Reaktion gezeigt. Klar, sie haben noch einen Konter und treffen die Latte. Aber insgesamt hat man schon das Gefühl, dass noch was drin ist.“

Abwehrchef Jonathan Tah

"Es war ein sehr, sehr intensives Spiel", empfand auch Abherchef Jonathan Tah. Der 30-Jährige weiter: "Trotz der Niederlage haben wir, glaube ich, in vielen Phasen gezeigt, was wir für eine Mannschaft sind. Wir sind gut mit Rückschlägen umgegangen, weil wir uns von sowas nicht aufhalten lassen und weitermachen."

"Trotz der Niederlage haben wir, glaube ich, in vielen Phasen gezeigt, was wir für eine Mannschaft sind [...] Wir gehen mit vollem Selbstvertrauen in das Rückspiel rein, hauen alles raus und wollen dann ins Finale."
Jonathan Tah
Jonathan Tah (l.)
Jonathan Tah (l.) | DeFodi Images/GettyImages

Auch der Innenverteidiger ist voller Hoffnung für das Rückspiel und weiß um die eigenen Stärken. "Man hat gesehen, dass wir viele Tore schießen können. Natürlich haben wir heute zu viele Gegentore bekommen. Aber am Ende ist es nur ein Tor Unterschied. Wir gehen mit vollem Selbstvertrauen in das Rückspiel rein, hauen alles raus und wollen dann ins Finale.“

PSG-Cheftrainer Luis Enrique

Auch PSG-Coach Luis Enrique konnte kaum glauben, was er da 90 Minuten lang hautnah erleben durfte. "Es war unglaublich. Ich habe eigentlich keine Worte. Ich glaube, das war das beste Spiel, das ich als Trainer je erlebt habe", so der Spanier nach Abpfiff.

"Es war unglaublich. Ich habe eigentlich keine Worte. Ich glaube, das war das beste Spiel, das ich als Trainer je erlebt habe."
PSG-Coach Luis Enrique
Luis Enrique
Luis Enrique | Mattia Ozbot - UEFA/GettyImages

"Beide Teams wollten spielen, beide haben enorme Qualität. Ich denke, jeder hatte Spaß, dieses Spiel zu sehen", so Luis Enrique. Und weiter: "Wir sind natürlich glücklich, dass wir gewonnen haben. Und man darf nicht vergessen: Bayern hat in dieser Saison nur drei Spiele verloren. Das zeigt, wie gut wir es heute gemacht haben.“

Superstar Ousmane Dembele

"Es war ein beeindruckendes Spiel von beiden Seiten", äußerte der amtierende Ballon d`Or-Gewinner Ousmane Dembele seine Eindrücke nach Abpfiff. Der französische Nationalspieler: "Zwei Teams, die offensiv denken, die gewinnen wollen – egal ob zu Hause oder auswärts."

"Es war wirklich ein sehr gutes Spiel und wir sind natürlich glücklich, dass wir es gewonnen haben."
Ousmane Dembele

Dembele traf selbst zweimal. "Es war wirklich ein sehr gutes Spiel und wir sind natürlich glücklich, dass wir es gewonnen haben. Es gab mehrere Schlüssel. Zum einen wollten wir dieses Spiel unbedingt gewinnen, weil wir in der Gruppenphase verloren hatten. Dann ging es darum, konzentriert zu bleiben und mit dem Kopf zu spielen", analysierte der 28-Jährige.

"Wir werden unsere Philosophie nicht ändern. Wir fahren nach München, um auch dort zu gewinnen und ins Finale einzuziehen."
Ousmane Dembele
Ousmane Dembele
Ousmane Dembele | Jean Catuffe/GettyImages

"In solchen Spielen sind die kleinen Details entscheidend. Beim Stand von 5:2 hätten wir das vielleicht besser kontrollieren können, aber wir wissen, dass Bayern eine große Mannschaft ist und zurückkommen kann", so der PSG-Superstar weiter.

Dennoch sitzt auch bei den Pariser Spieler die Überzeugung an die eigenen Stärken. Dembele: "Wir werden unsere Philosophie nicht ändern. Wir fahren nach München, um auch dort zu gewinnen und ins Finale einzuziehen. Aber wir müssen konzentriert bleiben. In einem Champions League-Halbfinale musst du auch leiden können und genau darauf stellen wir uns für das Rückspiel ein.“


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