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Plötzlich strenge Worte: Nagelsmann ist in der Sané-Causa unberechenbar

Julian Nagelsmann hat Leroy Sané in die Pflicht genommen, nachdem er diesen zuvor noch vehement verteidigt hatte. Der Bundestrainer bleibt in der Causa unberechenbar.
Leroy Sané hat im Spiel gegen die Schweiz nicht überzeugt
Leroy Sané hat im Spiel gegen die Schweiz nicht überzeugt | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Trotz des schwachen Auftritts von Leroy Sané beim 4:3-Sieg in der Schweiz, hatte Julian Nagelsmann seinem Schützling eigentlich den Rücken gestärkt. Der Bundestrainer wehrte sich gegen die schlechten Kritiken und sicherte dem Galatasaray-Profi einen Einsatz gegen Ghana (Montag, 20:45 Uhr) zu.

Im Rahmen der DFB-Pressekonferenz schlug Nagelsmann aber plötzlich wieder kritischere Töne an und nahm den Offensivspieler öffentlich in die Pflicht. "Leroy weiß, was gefordert ist und er muss das zeigen. Am Ende entscheiden wir dann, was das Beste ist für den Kader", machte Nagelsmann deutlich. Einen Freifahrtsschein hat Sané also nicht. Der 30-Jährige habe die Option, sich im DFB-Team und im Klub mit guten Leistungen zu empfehlen, muss genau das aber eben auch tun, um das WM-Ticket sicher zu haben.

"Die Tür ist für keinen zu, der nicht dabei ist. Aber die Tür ist nicht dauerhaft offen für die, die dabei sind, sondern man muss das schon immer bestätigen", forderte Nagelsmann. Ein weiteres schwaches Spiel sollte sich Sané gegen Ghana nicht erlauben, sonst dürfte sein Bonus nach den starken Länderspielen im November aufgebraucht sein.

Sané muss sich gegen andere Offensivkräfte behaupten

Zudem macht die Konkurrenz Dampf. So zum Beispiel Lennart Karl, der gegen die Schweiz deutlich spielfreudiger und auffälliger als Sané war. "Lenny hat es sehr gut gemacht. Auch da ist halt dann immer die Überlegung, wie viel er spielen kann und wie stabil seine Leistung bleibt", schilderte Nagelsmann.

Sané muss zudem noch damit rechnen, Konkurrenz von Jamie Leweling zu bekommen, der verletzungsbedingt abreisen musste, aber eine starke Rückrunde spielt. Zudem steht mit Said El-Mala ein weiterer Youngster in den Startlöchern. Auch eine Rückkehr von Jamal Musiala hätte die Konsequenz, das ein anderer offensiver Mittelfeldspieler weichen müsste. Sicher kann sich Sané seiner Sache also nicht sein.

Nagelsmann-Beziehung zu Sané gleicht einem Rätsel

Grundsätzlich ist Nagelsmanns Standpunkt bei Sané ein wenig schwierig zu bewerten. Zunächst kritisierte der Bundestrainer Sané für seinen Wechsel zu Galatasaray öffentlich und lud ihn mit der Begründung, dass er bei seinem neuen Klub noch nicht gut genug performe, nicht für die September-Länderspiele ein. Dabei hatte Sané erst ein paar Spiele für Galatasaray absolviert und zuvor eine recht gute Rückrunde für die Bayern hinter sich gebracht.

Seitdem wurden die Performances des Spielers bei seinem neuen Klub keineswegs besser und trotzdem ging Nagelsmann plötzlich auf Kuschelkurs. Jetzt ist hingegen doch wieder eine gewisse Strenge zu erkennen. Der Bundestrainer ist in dieser Causa unberechenbar. Stand jetzt weiß niemand, ob Sané bei der WM Stammspieler ist oder gar nicht im Kader steht.

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