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DFB-Stürmer liefert Gala: Diese WM-Nicht-Nominierung tut Deutschland richtig weh

Deutschlands U21-Nationalstürmer Nicolo Tresoldi hat Brügge mit zahlreichen Buden zur Meisterschaft geschossen. Der WM-Verzicht von Julian Nagelsmann dürfte ein klarer Fehler sein.
Nicolo Tresoldi hat den Sprung zur WM verpasst
Nicolo Tresoldi hat den Sprung zur WM verpasst | Stuart Franklin/GettyImages

"Er war super lange nah dran", so die Worte von Julian Nagelsmann zur Nicht-Nominierung von Nicolo Tresoldi. Ob der Bundestrainer seine knappe Entscheidung nur wenige Tage nach der Kaderbekanntgabe schon bereut? Er täte wohl gut daran.

Tresoldi scheint den Frust über seine Nichtberücksichtigung hingegen in pure Energie umgewandelt zu haben. Profitiert hat davon Club Brügge, der das Meisterschaftsrennen in Belgien auch dank des jungen deutschen Angreifers für sich entschieden hat. Der 21-Jährige rettete am Tag der Kader-Bekanntgabe mit einem Tor und einer Vorlage ein 2:2-Remis gegen den KV Mechelen, welches zum vorzeitigen Titelgewinn reichte. Am Sonntag setzte Tresoldi sogar noch einen drauf und fackelte mit drei Toren und einem Assist beim 5:0 gegen Gent ein absolutes Feuerwerk ab. In den zehn Spielen der Meister-Playoffs in Belgien gelangen Tresoldi so starke sechs Tore und vier Assists.

Mit der Meisterschaft im Rücken und einem Selbstvertrauen-Boost im Tank, hätte Tresoldi nun auch bei der WM abreißen können. Kaum ein Stürmer hat einen derartigen Flow wie er. Doch die Würfel im DFB-Team sind gefallen - zum Leidwesen vieler deutscher Fans gegen ihn.

WM 2026: Nagelsmann-Entscheidung gegen Tresoldi wirkt unglücklich

Eigentlich wollte Nagelsmann wohl Niclas Füllkrug oder Tim Kleindienst als Brecher im Sturm mitnehmen, jedoch hat sich dieser Wunsch aufgrund der fehlenden Leistungsnachweise beider zerschlagen. Tresoldi hingegen hat diesen erbracht. Folgerichtig dachte der Bundestrainer lange über eine Nominierung nach. Allerdings betonte er, dass er vorne sowohl "Größe" als auch "Wusler" habe und wenngleich Tresoldi zwar ein "klassischer zentraler Stürmer" sei, er "kein klassischer Stoßstürmer" ist.

Nagelsmann entschied sich gegen Tresoldi und kann diese Entscheidung - sollte sich keiner noch vor dem Turnier verletzen - nicht mehr rückgängig machen. Zwar kann man jetzt argumentieren, dass Tresoldi noch vor der Nominierung hätte derart zünden müssen, jedoch sei gesagt, dass seine gesamte Saison stark war.

Wettbewerbsübergreifend lieferte der Angreifer 23 Tore und acht Assists. Zwar spielte er nicht in einer europäischen Top-Liga, bei Leroy Sané schien das den Bundestrainer aber auch nicht zu stören. Mit drei Toren und einem Assist konnte er zudem auch in der Champions League Akzente setzen. Unter anderem knipste er gegen Barça und Atlético Madrid.

DFB-Team: Tresoldi hätte für Tore und Aufbruchstimmung sorgen könne

Mit zwölf Toren in 24 Spielen lieferte Tresoldi auch in der U21 fast immer ab. Nicht wenige hätten sich gewünscht, dass Nagelsmann auf junge und frische Kräfte setzt. Wie Tresoldi, Tom Bischof und Said El Mala und dafür auf Routiniers wie beispielsweise Pascal Groß oder Leroy Sané verzichtet. Der Aufbruchstimmung im Land hätte das jedenfalls gutgetan. Ganz abgesehen davon, dass Tresoldi mit seinen Knipser-Qualitäten dem deutschen Angriff enorm hätte helfen können. Abgesehen von Deniz Undav haben es die deutschen Offensivkräfte aktuell nicht so mit dem Tore erzielen.

Tresoldi selbst vermied es im Übrigen, in Richtung von Nagelsmann zu sticheln und reagierte auf entsprechende Nachfragen cool. "Natürlich war die WM ein Traum. Aber ich wusste, dass es nicht leicht wird. Das Gespräch mit dem Bundestrainer war positiv, er hat mir seine Entscheidung genau erklärt", schilderte er dem SID.

Ob Tresoldi in Zukunft für das DFB-Team auf Torejagd gehen wird, ist indes nicht sicher. Festgespielt hat er sich noch für kein Nationalteam. Der Ex-Hannoveraner könnte auch für Italien oder Argentinien auflaufen.


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