Die Verletzung von Lennart Karl hat die Stimmung im deutschen WM-Lager gedämpft. Der 18-Jährige musste aufgrund eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel die Heimreise antreten und wurde durch Assan Ouédraogo ersetzt. Doch wie genau hat sich das Bayern-Juwel die bittere Verletzung eigentlich zugezogen?
Auf Nachfrage von Sky gewährte Stürmer Deniz Undav Einblicke in die folgenschwere Szene. "Es ist beim Schuss passiert - bei der letzten Aktion des Abschlusstrainings. Als er sich dann an der Stelle angefasst hat, haben wir gemerkt 'okay, da ist irgendwas'. Als wir das Ergebnis bekommen haben, hat es uns natürlich sehr leid getan für den Jungen", schilderte er nach dem Spiel gegen die USA.
Undav ist sich allerdings auch sicher, dass Karl, der bei der Abreise äußerst geknickt gewesen sein soll, noch große Spiele und Turniere für die Nationalmannschaft bestreiten wird. "Er ist ein Top-Junge, hat Gas gegeben und hat eine rosige Zukunft vor sich. Er hätte das große Turnier gerne mitgenommen, aber da kann man leider nichts machen. Solche Zufälle gibt es leider mal. Wir wünschen ihm alles Gute und er supportet uns aus der Heimat und wir versuchen, alles zu geben", führte er aus.
Karl könnte zum Bayern-Trainingsauftakt fit sein
Karl wird wohl fünf bis sechs Wochen pausieren müssen, ehe er ins Training wieder einsteigen kann. Demnach könnte er beim Trainingsauftakt der Bayern am 20. Juli wieder so weit sein, um einigermaßen mittrainieren zu können. Am 25. Juli folgt ein Testspiel gegen Wehen-Wiesbaden, ehe es an den Tegernsee zum Trainingslager geht. Für den Bayern-Youngster könnte es aber zur größeren Herausforderung werden, die große Enttäuschung mental so schnell hinter sich zu lassen.
Selbst wenn Karl erst 18 Jahre alt ist, hätte er seine erste WM wohl schon als Stammspieler absolvieren können. Der Münchner war offenbar die Nummer eins auf der rechten Außenbahn, die nun von Leroy Sané beackert werden soll.
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