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Deutschland vor bitterem Déjà-vu? Warum ein Gruppensieg so gefährlich wäre

Deutschland hat bei der EM 2024 nach dem Gruppensieg sein böses Erwachen erlebt. Bei der WM 2026 droht nun ein ähnliches Schicksal.
Deutschland scheiterte bei der Heim-EM auch am Turnierpfad
Deutschland scheiterte bei der Heim-EM auch am Turnierpfad | DeFodi Images/GettyImages

Gibt es für die Deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2026 ein Déjà-vu der unerfreulichen Sorte? Wir schreiben den 23. Juni 2024 als Niclas Füllkrug mit seinem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit gegen die Schweiz die deutschen Fans zum Jubeln brachte. Das DFB-Team stand als Gruppensieger fest, doch der Blick auf den Turnierbaum zeigte schnell, dass dieser späte Treffer wohl besser nie gefallen wäre.

Von diesem Moment an war klar, dass Spanien mit hoher Wahrscheinlichkeit im Viertelfinale wartet und sich Portugal und Frankreich auf der gleichen Seite im Turnierbaum befinden. Kurze Rede, kurzer Sinn: Deutschland scheiterte trotz einer starken Leistung unglücklich an Spanien, hätte als Gruppen-Zweiter jedoch den viel leichteren Pfad bekommen, durch den sich letztlich England rumpeln sollte und ziemlich glücklich das Finale erreichte.

WM 2026: Deutschland droht frühes Duell mit Frankreich

Vor der WM 2026 ist die Ausgangslage ähnlich. Gewinnt Deutschland die Gruppe, droht schon im Achtelfinale das Worst-Case-Los. Sollte Frankreich seine Gruppe schließlich erwartungsgemäß ebenfalls gewinnen, würde es in der Runde der letzten 16 zum Duell mit den Bleus kommen. Die Franzosen gelten als absoluter Turnierfavorit und bieten mit Michael Olise, Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé eine Offensive der Spitzenklasse auf. Auf einen solchen Gegner könnte man im Achtelfinale nur zu gut verzichten, selbst wenn zuvor im Sechzehntelfinale nur ein Gruppendritter auf Deutschland warten würde.

Hinzu käme, dass Spanien als Gruppensieger ebenfalls auf der gleichen Seite des Turnierbaums landen würde. Die Iberer würden in einem möglichen Halbfinale auf Deutschland treffen. Im Viertelfinale könnte man es beispielsweise mit der Niederlande zu tun bekommen.

WM 2026: Deutschland als Gruppen-Zweiter im Achtelfinale gegen Brasilien?

Sollte Deutschland die Gruppe auf Platz zwei beenden, müsste man zwar schon im Sechzehntelfinale gegen den Zweitplatzierten aus Gruppe I ran. Dabei könnte es sich auch um Frankreich handeln, die Wahrscheinlichkeit ist aber größer, dass man auf Norwegen oder Senegal trifft. Dies ist definitiv kein Freilos, jedoch wären die Chancen im Achtelfinale ungleich größer.

Hier käme es nämlich im schlimmsten Falle zu einem Duell mit Brasilien. Dies klingt zwar anspruchsvoll, jedoch hat die Selecao mit enormen Problemen zu kämpfen und dürfte deutlich leichter zu bezwingen sein als Frankreich. Selbst wenn es nicht wieder zu einem 7:1 kommen dürfte, sollte Deutschland etwa auf Augenhöhe sein. Von hier an dürfte der Weg ähnlich knifflig sein, da Gegner wie England, Argentinien und Portugal drohen, jedoch würde man Spanien und Frankreich wohl bis zum Finale umgehen.

WM 2026: Glückslos als Gruppen-Dritter möglich

Selbst als Gruppen-Dritter könnte man einen leichteren Weg bekommen als im Falle eines Gruppensieges. Zwar würde es gegen einen Gruppensieger aus den Gruppen A, B, D, G, K oder L gehen, jedoch schließt das schon mal Teams wie Brasilien, Frankreich, Argentinien und Spanien aus, sollten diese ihre Gruppen gewinnen. In den Gruppen A, B und D gibt es auf dem Papier keine Top-Nation, da die drei Gastgeber-Nationen USA, Mexiko und Kanada die Gruppenköpfe sind.

In den weiteren Gruppen sind Portugal, England und Belgien als Gruppenköpfe zu finden, was wiederum schwieriger wäre. Welche Gegner in den weiteren Runden warten würden, lässt sich aufgrund der Vielzahl an Konstellationen noch nicht abschätzen, jedoch könnte man auf Frankreich (falls Gruppensieg) frühestens im Viertelfinale treffen.

WM 2026: Was muss das DFB-Team jetzt machen?

Sollte Deutschland nun also versuchen, die Gruppe nicht zu gewinnen? Dies wäre mit Sicherheit der falsche Ansatz. Das DFB-Team muss versuchen seine Leistungen zu bringen und überhaupt erstmal das Ticket für die K.o.-Runde zu buchen. Die Elfenbeinküste und Ecuador sind schließlich ernstzunehmende Gegner.

Noch ist auch nicht gesichert, dass Frankreich seine Gruppe gewinnt. Am Ende kann auch der Weg über den Gruppensieg leichter sein. Vor dem Turnierstart sind zahlreiche Konstellation möglich. Nur die Wahrscheinlichkeit ist eben groß, dass es im Falle eines Gruppensiegs im Achtelfinale gegen Frankreich gehen würde. Dies schwebt wie ein Damoklesschwert über dem DFB-Team.


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