Für den FC Bayern München hatte die Partie im Telekom Cup gegen RB Leipzig durchaus achterbahnähnliche Züge.
Neben dem sehenswerten 3:1-Erfolg gegen die Sachsen musste der deutsche Rekordmeister auch bange Situationen überstehen. Neben dem Schock um Jamal Musiala, der kurz vor Spielende auf dem Rasen zusammenbrach, musste der Verein auch die verletzungsbedingte Auswechslung von Konrad Laimer verkraften. Auch Min-jae Kim erwischte es.
Laimer-Verletzung bereitet Sorgen
Der Österreicher erlitt in einem Duell mit RB-Kapitän David Raum einen schmerzhaften Schlag und musste anschließend behandelt werden. Laimer verließ den Platz, gestützt von den Bayern-Betreuern, und humpelte. Man konnte erahnen, dass es den Rechtsverteidiger schlimmer erwischt haben könnte. Sportvorstand Max Eberl gab nach Abpfiff der Partie bereits ein kleines Update zu Laimer.
"Es war schon so, dass er nicht mehr laufen konnte, er musste gestützt werden. Das hat man gesehen. Ganz rund lief er nicht."Max Eberl über Laimer-Verletzung

"Konny hat einen Schlag abbekommen, relativ früh. Der Fuß ist auch relativ schnell angeschwollen", so eberl. Und weiter: "Es war schon so, dass er nicht mehr laufen konnte, er musste gestützt werden. Das hat man gesehen. Ganz rund lief er nicht."
Denkt der FC Bayern jetzt bei Boey um?
Doch könnten die Verletzungssorgen um Laimer nun möglicherweise zu einem Umdenken bei Abschiedskandidat Sacha Boey führen? Der französische Rechtsverteidiger steht hinter Laimer und dem Eigengewächs Josip Stanisic als Nummer drei der Rechtsverteidiger im Kader der Münchner und hat eigentlich keine große Zukunft. Das scheint sich durch die Laimer-Verletzung, bei der die offizielle Diagnose noch aussteht, nicht zu ändern.
"Wie lange es dauert, kann ich heute wirklich nicht sagen", ließ Eberl bereits bei Laimer durchblicken. Die Ungewissheit bei Laimer ändert jedoch offenbar nichts am Status von Sacha Boey, den die Münchner weiterhin unbedingt abgeben wollen.
"Wenn ich mir den Kader anschaue, haben wir Stani und Konny auf der rechten Außenverteidigerposition. Als dritter Rechtsverteidiger kommt man also niemandem gerecht [...] Ja, Verletzungen könnten die Lage ändern, aber Sacha zu behalten, nur weil Konny eine Woche ausfällt, ist sowohl aus finanzieller als auch aus sportlicher Sicht falsch."Eberl lässt Hintertür bei Boey offen

Obwohl der 25-Jährige gegen RB Leipzig starke Momente hatte und durchaus zu gefallen wusste, hat dies bei Max Eberl nicht zu einem Umdenken geführt. "Wenn ich mir den Kader anschaue, haben wir Stani und Konny auf der rechten Außenverteidigerposition. Als dritter Rechtsverteidiger kommt man also niemandem gerecht“, sagte der Sportvorstand nach dem Spiel über Boey.
Eberl verdeutlichte zudem, dass ein Umdenken bei Boey nicht stattfinden wird, wenn es sich bei Laimer um keine schwerwiegende Verletzung handelt. "Ja, Verletzungen könnten die Lage ändern, aber Sacha zu behalten, nur weil Konny eine Woche ausfällt, ist sowohl aus finanzieller als auch aus sportlicher Sicht falsch.“
Doch was, wenn sich der Österreicher doch schlimmer verletzt hat und damit länger ausfällt? Dann wären die Bayern vermutlich dazu angehalten, Boey doch noch zu behalten.
Die Tür für einen Verbleib von Sacha Boey in München scheint weiterhin fast zu sein, aber eben nur fast – und das steht und fällt letztlich wohl auch mit der Diagnose bei Laimer.
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