Nach dem trostlosen 0:0 im Hinspiel der Relegation gegen den SC Paderborn sind die Alarmglocken beim VfL Wolfsburg noch immer in Dauerbetrieb. Den Niedersachsen droht vor dem Rückspiel in Paderborn am Montag der Abstieg und somit die erste Zweitligasaison seit 1996/97. Der bittere Gang in die 2. Bundesliga hätte dabei einschneidende Folgen für die Wölfe.
Hecking soll Wölfen erhalten bleiben
Vorab: Bereits jetzt scheint klar zu sein, dass der Vertrag von Cheftrainer Dieter Hecking, der mit Saisonende ausläuft, nicht verlängert wird. Hecking soll dem Klub aber dennoch erhalten bleiben und möglicherweise sogar zum Geschäftsführer befördert werden. Nach Informationen der Bild ist auch als zweite Option auch eine Beratertätigkeit mit Entscheidungskompetenzen gut möglich. Das Modell Geschäftsführer soll jedoch priorisiert sein. Zunächst muss der Feuerwehrmann aber noch den Klassenerhalt meistern. Gelingt das nicht, hätte es einige Konsequenzen.
Die finanziellen Folgen bei Abstieg
Laut Informationen der Bild soll der Wölfe-Etat bei Abstieg auf 55 Millionen Euro reduziert werden. Damit wären die Niedersachsen aber immer noch das Top-Team der zweiten Liga mit einem Rekord-Etat. Dennoch würden die Kürzungen nicht nur die Profis treffen, da auch der Nachwuchs, die Wölfe-Frauen sowie die Infrastruktur an diesem Geld hängen.

Mit Blick auf den Kader sollen alle Spieler einen gültigen Arbeitsvertrag für die 2. Bundesliga haben. Der Abstieg würde jedoch zu großen Änderungen auf den Konten der Akteure führen. Dem Vernehmen nach würden laut Bild dann Gehaltseinbußen von 35 Prozent zuschlagen. Starspieler wie Christian Eriksen, Mohamed Amoura, Kamil Grabara, Lovor Majer und Patrick Wimmer seien in der Zweitklassigkeit nicht zu halten und dürften den Klub dann verlassen.
Dank des VW-Konzerns dürften die Wölfe einen Abstieg deutlich einfacher verkraften als viele andere Klubs in Deutschland. Dennoch kündigte Vorstandschef Oliver Blume bereits im März an: "Wir werden alles auf den Prüfstein stellen“
Auch die Region wäre betroffen
Das Rückspiel gegen den SC Paderborn hat für den VfL Wolfsburg ohnehin schon eine große sportliche Bedeutung. Doch mit Blick auf die Zahlen und Personalien dürfte die Anspannung und der Druck vor dem morgigen Spiel noch einmal deutlich steigen.
Das gilt auch umso mehr, weil die Region starke Einbußen vermelden dürfte, wenn der VfL absteigt. Von namhaften Gästen in Wolfsburg, die ihre zahlreichen Zuschauer mitbringen, profitieren auch die Gastronomie und die Hotelbranche.
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