Borussia Mönchengladbach hat im laufenden Saisonbetrieb noch weitaus mehr Action als vielen Fohlenfans lieb sein kann, denn die Mannschaft von Cheftrainer Eugen Polanski steckt nach dem 29. Spieltag weiterhin im Abstiegskampf der Bundesliga und befindet sich auf Rang 14 mit fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Eigentlich ein schönes Punktepolster, möchte man meinen, doch von den letzten acht Ligaspielen haben die Borussen ganze vier verloren und konnten nur zwei davon gewinnen.
Restprogramm hat es in sich
Wenn die Fohlen nicht aufpassen, wird man in den letzten fünf verbleibenden Spielen also doch noch in den Abstiegsstrudel gerissen. Auf die Fohlen warten noch der wiedererstarkte FSV Mainz 05, der ebenfalls abstiegsbedrohte VfL Wolfsburg, der Tabellenzweite Borussia Dortmund, der FC Augsburg sowie zum Saisonabschluss das Überraschungsteam der TSG 1899 Hoffenheim - kein einfaches Restprogramm also.
Zumindest die Gefahr auf den Relegationsrang abzurutschen ist demnach noch nicht gebannt. Der Abstieg wäre für Gladbach ein herber Tiefschlag, doch was würde dann mit Blick auf den Kader in Gladbach geschehen?
Ausverkauf bei Abstieg? Gladbach behält die Zügel in der Hand
Wie die Bild nun unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, sollen alle Spieler von Borussia Mönchengladbach auch eine Bindung für die 2. Bundesliga haben. Somit hat Sport-Boss Rouven Schröder eine gewisse Planungssicherheit, dass es zu keinem unkontrollierbaren Aderlass kommen kann. Die Fohlen behalten in Sachen Kaderplanung somit auch im Falle eines bitteren Abstiegs die Zügel in der Hand und können bei jeder Personalie, die den Klub verlassen möchte, ein Wörtchen mitreden oder den eigenen Anstoß zu einem Abschied geben. So wohl auch bei den namhaften Stars wie Tim Kleindienst, Robin Hack, Franck Honorat, Nico Elvedi oder Florian Neuhaus.

In den Verträgen der Gladbach-Stars sollen demnach allerdings spezielle Konditionen für die zweite Liga enthalten sein, bei denen alle Profis im Schnitt auf die Hälfte ihres Erstligagehalts verzichten müssten. Dennoch scheint es unwahrscheinlich, dass die Fohlen im Falle des Abstiegs auch die gekürzten Topgehälter im Kader allesamt stemmen wollen oder können.
Sollte die Klasse also nicht gehalten werden können, droht sicherlich auch der ein oder andere große Verkauf. Die Möglichkeit, dabei mitentscheiden zu dürfen, erleichtert die Lage in diesem düsteren Worst-Case-Szenario für Gladbach jedoch.
