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Darum entschied sich Gladbach für Polanski - was für Schröder nicht bundesligareif war

Eugen Polanski hat seinen Trainerposten in Gladbach behalten. Sportdirektor Rouven Schröder erklärt die entscheidenden Punkte pro Polanski.
Eugen Polanski soll die Fohlen in eine erfolgreiche Zukunft führen
Eugen Polanski soll die Fohlen in eine erfolgreiche Zukunft führen | Lars Baron/GettyImages

Lange war unklar, ob Eugen Polanski seinen Job als Gladbach-Coach behalten würde. Nach einer intensiven Saisonanalyse haben sich aber die Verantwortlichen dazu entschlossen, den gemeinsamen Weg fortzusetzen. Sportdirektor Rouven Schröder führte nun im Fohlen Podcast ausführlicher aus, warum die Klubspitze so entschieden hat.

"Wir wussten, was für ein Trainer Eugen ist: ein Trainer mit wenig Erfahrung in der Bundesliga. Zu einer Entwicklung gehört aber nicht nur Positives, sondern auch Negatives, vielleicht auch mal eine Nichtentwicklung, eine Situation, die er noch gar nicht erlebt hat", ordnete Schröder die Situation ein.

Schröder legt Finger in die Wunde: "Es war nicht Borussia-like"

Polanski hatte den Klub früh in der Saison erst als Interims- und dann als fester Coach übernommen und aus dem Tabellenkeller auf den zwölften Platz geführt. Aufgrund einiger Höhen und Tiefen mussten die Fohlen vor der Erlösung aber lange zittern. "Wir haben Spiele gesehen, mit denen wir alle nicht zufrieden waren, Eugen selbst auch nicht. Wir haben Spiele gesehen, die wir nicht sehen wollen. Es war nicht Borussia-like, sich dementsprechend einzuigeln, nicht an den Ball zu kommen und keine Ideen zu entwickeln", monierte er. Dies habe man auch intern angesprochen.

Dennoch hat es Polanski geschafft, sich am Stuhl festzuklammern und die Saison letztlich versöhnlich zu Ende zu bringen. "Am Schluss war es wichtig zu sehen, dass wir einen Trainer haben, der mit Gegenwind umgehen kann, der in der Kabine nicht wackelt und der kritikfähig ist", zählte Schröder die Argumente für Polanski auf. Letztlich habe man diesbezüglich "eine Entwicklung gesehen".

In der Saison-Endphase zeigte man unter anderem beim 1:0 gegen Dortmund und 4:0 gegen Hoffenheim mit seine besten Saisonleistungen. "Auch sportlich hat man in den letzten beiden Heimspielen gesehen, dass wir eine Entwicklung genommen haben, dass wir durch die Änderung auf eine Viererkette bewusst offensiver gespielt haben", erläuterte Schröder. Derartige "Entwicklungsschritte" müsse man einem "jungen Trainer zugestehen".

Schröder bestätigt Veränderungen im Trainerteam

Ob Polanski damit jetzt wirklich erstmal sicher im Sattel sitzt, sei mal dahingestellt. Schon seit etwas längerer Zeit ist ja bekannt, dass die Fohlen im Trainerteam etwas umstellen wollen, was allerdings nicht den Chef persönlich betrifft. "Unsere Bewertung ist klar, dass Eugen eine richtige Vorbereitung bekommt und dass wir Veränderungen im Trainerteam herbeiführen, denn da waren wir nicht auf Bundesliga-Niveau, das muss man sagen", legte der Sportdirektor den Finger in die Wunde.

Schröder zufolge werde man "in naher Zukunft bekanntgeben, dass sich das Trainerteam neu aufstellt". Dann müssen die ersten Pflichtspiele der neuen Saison zeigen, ob das Team um Polanski funktioniert oder nicht. Polanski ist durchaus gefordert, sofort abzuliefern, ansonsten könnte bis zu einer Trennung nur wenig Wasser den Rhein runterlaufen.


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