Dann wird es eng für Kim: Bayern prüft Abwehr-Juwel

Der FC Bayern plant langfristig für seine Defensive und prüft derzeit den Markt nach jungen Alternativen. Dabei rückt ein Innenverteidiger aus der Serie A immer stärker in den Fokus.
Tiago Gabriel mit Monster-Statistik
Tiago Gabriel mit Monster-Statistik / Image Photo Agency/GettyImages
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In München laufen die Überlegungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Sollte sich Dayot Upamecano wie erwartet zu einer Verlängerung seines auslaufenden Vertrags entscheiden, würde das dem Rekordmeister spürbar Luft verschaffen. Der Fokus läge dann weniger auf einem sofortigen Ersatz, sondern vielmehr auf einem gezielten Aufbau für die Zukunft.

Der FC Bayern möchte nach einem Bericht von FußballTransfer einen junges Talent als Routinier für die Innenverteidigung verpflichten, das perspektivisch Druck auf die etablierten Kräfte ausübt. In diesem Szenario könnten die Karten für Min-jae Kim neu gemischt werden, dessen Rolle im Kader schon länger angezweifelt wird.

Tiago Gabriel auf dem Radar

Dem Bericht zufolge beschäftigen sich die Bayern intensiv mit Tiago Gabriel. Der 21-Jährige steht aktuell bei US Lecce unter Vertrag und hat sich in der Serie A innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Erst Anfang 2025 wechselte der Portugiese für knapp eine Million Euro von Estrela Amadora nach Italien.

Inzwischen ist Gabriel bei Lecce unumstrittener Stammspieler. In den vergangenen 15 Ligapartien stand er jeweils über die volle Distanz auf dem Platz, darunter auch gegen Schwergewichte wie die AC Mailand, SSC Neapel und Juventus Turin. Mit insgesamt 112 gewonnenen Zweikämpfen und einer Quote von 71,3 Prozent laut Fotmob lässt sich der Innenverteidiger zumindest mit Blick auf die Serie A kaum noch als reines Perspektivprojekt einordnen.

Konkurrenz aus Barcelona und Saudi-Arabien

Der FC Bayern ist im Werben um Gabriel allerdings nicht allein. Auch der FC Barcelona hat laut dem Bericht ein Auge auf das Talent geworfen. Die Katalanen suchen ebenfalls nach langfristigen Lösungen für ihre Defensive und haben den Portugiesen auf ihre interne Kandidatenliste gesetzt.

Zusätzlich soll mit Neom SC auch ein saudi-arabischer Klub laut Tribuna angefragt haben. Gabriel selbst soll jedoch klar bevorzugen, seine Entwicklung in Europa fortzusetzen. Für Bayern und Barcelona bleibt der Verteidiger damit ein realistisches, wenn auch umkämpftes Ziel.

Ein Transfer mit Perspektive

In München wäre Tiago Gabriel nicht als sofortige Lösung eingeplant, sondern als gezielte Investition in die Zukunft. Der FC Bayern würde mit ihm einen bereits erstaunlich reifen Innenverteidiger holen, der mittelfristig in eine größere Rolle hineinwachsen könnte. Gedanklich ließe sich seine Rolle dabei mit der aktuellen Position von Kim Min-jae verknüpfen, mit dem Unterschied, dass Gabriel noch deutliches Steigerungspotenzial im Marktwert mitbringt.

Klar ist allerdings auch: Konkrete Schritte gibt es bislang nicht. Aktuell handelt es sich lediglich um ein grundsätzliches Interesse. Der FC Bayern München hatte für das Winter-Transferfenster bewusst Zurückhaltung angekündigt und dürfte vor allem langfristig planen. Ob Gabriel tatsächlich als mögliche Alternative oder Perspektivlösung für Kim vorgesehen ist, wird sich daher frühestens in den kommenden Monaten zeigen.


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