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Dank Füllkrug und Groß: Werder Bremen hat eine neue Wunderwaffe

Der SV Werder entwickelt sich zum Standard-Spezialisten. Bei Eckbällen haben die Bremer die Marke aus der Vorsaison jetzt schon geknackt.
VonDominik Hager
Niclas Füllkrug besticht durch seine Kopfballstärke
Niclas Füllkrug besticht durch seine Kopfballstärke | Selim Sudheimer/GettyImages

Der 3:1-Sieg von Werder Bremen gegen RB Leipzig war kaum weniger überraschend als der Schalker Punktgewinn gegen die Bayern. Nach einem schwierigen Transfersommer und bitteren Verletzungen hätte kaum jemand mit einem solchen Ausrufezeichen gerechnet. Nicht wirklich abzusehen war zudem, dass sich ausgerechnet Standardsituationen plötzlich zu einer Art Geheimwaffe entwickeln könnten. Genau das ist aber passiert.

Der SVW erzielte in der noch jungen Saison bereits drei Tore nach Eckbällen. Kurioserweise haben die Bremer damit den Wert aus der Vorsaison bereits übertroffen. In 35 Pflichtspielen reichte es 2025/26 nur zu zwei Treffern nach Ecken. Der Knoten platzte nun bereits im Pokalspiel gegen Lüneburg, als Stage nach einer Ecke von Olivier Deman traf. Bei der 1:4-Pleite in Freiburg und beim 3:1-Sieg gegen Leipzig servierte Marco Grüll für Dariusz Stalmach und Niclas Füllkrug.

Friedl lobt die Arbeit von Christian Groß

Kapitän Marco Friedl sieht die Rückkehr von Füllkrug als mitentscheidend für die neue Werder-Stärke an. "Mit Fülle haben wir Wucht dazubekommen. Jens fehlt zwar, aber wir drumherum machen es auch gut. Wir investieren im Training viel in Standards. Das freut mich auch für Grosso, dass es jetzt klappt", führte er laut Bild-Bericht aus. Damit meint Friedl Co- und Standard-Trainer Christian Groß, der vor wenigen Jahren noch selbst als Werder-Profi auf dem Platz stand.

Groß ist seit der vergangenen Saison der Standard-Verantwortliche an der Weser. In seiner Rolle hatte er zunächst allerdings nur selten Erfolg. Insgesamt konnten die Bremer 2026/26 nur sechs Tore nach ruhenden Bällen erzielen. Darunter fielen drei Elfmeter. Damit landete der SV Werder in der Standard-Tabelle auf dem letzten Platz. Ohnehin war die Torbilanz mit 37 Treffern überschaubar. Durch Werders neuer Wunderwaffe soll sich genau das ändern.

Thioune verteilt Lob an Füllkrug und Grüll

"Ich merke, dass die Jungs im Standardtraining ein bisschen schärfer sind. Jetzt haben wir wieder ein Standard-Tor in Person von Niclas Füllkrug verwandelt. Das freut mich sehr. Ein besonderes Lob gilt aber auch dem Vorlagengeber Marco Grüll", betonte Werder-Coach Daniel Thioune.

Beim SV Werder ist es inzwischen üblich, dass die Ecken vom Tor weggeschlagen werden. Dies bedeutet, dass die Linksfüße Deman und Chuki die Bälle von der linken Seite in die Mitte schlagen. Grüll kümmert sich als Rechtsfuß um die Bälle von der rechten Seite. Man darf gespannt sein, ob der Plan auch im weiteren Verlauf der Saison so gut aufgeht.


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