Cristiano Ronaldo streikt nach Saudi-Rüffel weiter

CR7 hat seinen Streik bei Al-Nassr doch nicht beendet. Eine Reaktion auf die Ansage der Saudi Pro League?
Der CR7-Streik geht weiter
Der CR7-Streik geht weiter / FAYEZ NURELDINE/GettyImages
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In der Saudi Pro League hängt der Haussegen schief. Genauer gesagt kracht es aktuell zwischen Aushängeschild Cristiano Ronaldo und den Liga-Bossen.

CR7 ist dieser Tage in den Streik getreten. Grund dafür ist sein Ärger über mangelnde Investitionen seines Klubs Al-Nassr im Vergleich zur Konkurrenz. Al-Nassr wird wie andere Klubs in Saudi-Arabien vom Saudi Public Investment Fund (PIF) kontrolliert - der 75 Prozent der Anteile hält. So auch bei der Konkurrenz im Meisterrennen Al-Hilal und auch bei Al-Ittihad.

Das Fass für Ronaldo zum Überlaufen brachte offenbar der Transfer von Ex-Weltfußballer Karim Benzema. Der Franzose wechselte von Al-Ittihad zu Spitzenreiter Al-Hilal. Zwar soll die Saudi-Regierung den Deal nach dem Ronaldo-Streik vorerst gestoppt haben, am Ende wechselte Benzema aber doch. In seinem ersten Spiel für Al-Hilal erzielte er direkt einen Dreierpack!

Vermeintliche Ronaldo-Versöhnung

Jüngst sah es dennoch danach aus, als ob Ronaldo seinen Streik beigelegt habe. Am Donnerstag postete CR7 ein Bild von ihm aus dem Al-Nassr-Training, versehen mit einem gelben und blauen Herzen - den Vereinsfarben seines Klubs. Interpretiert werden durfte das als Streik-Ende. Doch damit ist offenbar weit gefehlt!

Saudi-Sprecher zeigt CR7 die Schranken

Zunächst gab es einen öffentliche Rüffel der Liga. Ein Sprecher erklärte laut BBC: "Cristiano hat sich seit seiner Ankunft voll und ganz für Al-Nassr engagiert und eine wichtige Rolle für das Wachstum und die Ambitionen des Vereins gespielt. Aber kein Einzelner - egal wie bedeutend er auch sein mag - trifft Entscheidungen, die über seinen eigenen Verein hinausgehen."

Neben dieser Ansage an den mittlerweile 41-Jährigen stellte der Sprecher der Saudi Pro League auch klar: "Die Vereine haben ihre eigenen Vorstände, ihre eigenen Führungskräfte und ihre eigene Fußballleitung. Entscheidungen über Neuverpflichtungen, Ausgaben und Strategien liegen bei diesen Vereinen, innerhalb eines finanziellen Rahmens, der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsausgleich gewährleisten soll."

Ob man dem glauben mag oder nicht: Die Saudis haben ihren Punkt deutlich gemacht. Nicht mal Cristiano Ronaldo darf ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben.

Ronaldo auch gegen Al-Ittihad nicht im Kader

Wenn am Freitagabend (ab 18:30 Uhr) das Duell zwischen Al-Nassr und Al-Ittihad angepfiffen wird, fehlt Cristiano Ronaldo erneut. CR7steht offiziell nicht im Aufgebot. Von einer Verletzung ist nichts bekannt. Heißt: Der Portugiese stellt sich stur und setzt seinen Streik fort.

Man darf gespannt sein, wer am Ende am längeren Hebel sitzt. Oder ob es früher oder später zur unvermeidlichen Trennung kommt. Laut der portugiesischen Record kann Ronaldo im Sommer per Ausstiegsklausel gehen. Ob ein Klub für den 41-Jährigen aber tatsächlich die festgeschriebenen 50 Millionen Euro zahlt, darf stark bezweifelt werden.


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