Zwar hat der BVB noch die Aufgabe, die Vize-Meisterschaft fix zu machen, jedoch geht der Blick bei den Borussen schon jetzt in Richtung Sommer. Im Kader soll es schließlich zu einigen Veränderungen kommen. Während bei manchen Schlüsselspielern Klarheit zu herrschen scheint, ist bei anderen Personalien noch vieles offen. Nach dem Aus von Sebastian Kehl ist nun der neue Sportdirektor, Ole Book, dafür verantwortlich, den Kader in die richtige Richtung zu entwickeln.
Wir werfen einen Blick auf einige spannende Personalien:
1. Karim Adeyemi
Der 24-Jährige steht nur noch bis zum Sommer 2027 unter Vertrag, weshalb es so langsam Zeit wird, eine Entscheidung zu erzielen. Laut Informationen der Sport Bild verhandeln die BVB-Verantwortlichen zwar seit Monaten über eine Vertragsverhandlung, jedoch ist eine Einigung derzeit nicht greifbar. Gespräche zwischen Book und Adeyemi-Vertreter Jorge Mendes brachten keinen Fortschritt. Die Borussen und die Adeyemi-Seite liegen bei einigen Parametern relativ weit auseinander. Dabei soll es vor allem um das Gehalt, aber auch um die Höhe einer möglichen Ausstiegsklausel gehen.
Adeyemi spielt eine mäßige Saison mit zehn Pflichtspiel-Treffern und fünf Assists. Maximilian Beier scheint Adeyemi sportlich den Rang abgelaufen zu haben. Hinzu kommt natürlich, dass Adeyemi auch neben dem Platz immer wieder für Ärger und Trubel sorgte. Derartiges veranlasst Dortmund nicht dazu, ein wirkliches Top-Angebot abzugeben.
Den Plan, zu verlängern, gibt es beim BVB noch immer, jedoch möchte man nicht ins letzte Vertragsjahr mit dem Spieler gehen und pocht auf eine zeitnahe Annäherung. Die Bild spricht von einem internen Ultimatum.
2. Nico Schlotterbeck
Zwar ist es dem BVB gelungen, mit Nico Schlotterbeck bis 2031 zu verlängern, trotzdem ist das Thema nicht so richtig vom Tisch. Der Innenverteidiger hat eine Ausstiegsklausel, die für ausgewählte internationale Top-Klubs gilt. Laut Bild-Angaben geht man beim BVB aber nicht davon aus, dass ein Klub die Schlotterbeck-Klausel, die bei rund 60 Millionen Euro liegen soll, schon in diesem Sommer zieht. Ein Vorteil für die Borussen ist, dass die Klausel schon am 19. Juli ausläuft.
Ganz sicher kann sich der Verein seiner Sache aber nicht sein. Sollte Schlotterbeck bei der WM im deutschen Team gesetzt sein, hätte er nochmal eine Bühne, auf der er aufspielen könnte. Gefährlich ist auch die Verletzung von Real-Star Eder Militao. Diese könnte dazu führen, dass Real bei Schlotterbeck doch nochmal aktiv werden möchte.
3. Jadon Sancho
Kommt es zur zweiten Rückkehr von Jadon Sancho? Der Vertrag des Engländers bei Manchester United läuft im Sommer 2026 aus, weshalb die Borussen wohl freie Hand hätten. Informationen der Bild zufolge befinden sich die Dortmunder noch immer im Überlegungsprozess, der inzwischen auf Hochtouren läuft. Scouts sollen Sancho mehrmals live im Stadion verfolgt haben. Der an Aston Villa verliehene Offensivspieler durchlebt aber eine schwierige Saison, in der ihm wettbewerbsübergreifend nur vier Scorer gelungen sind.
Grund genug, dass der BVB sehr genau checken möchte, wie es um die Form von Sancho wirklich bestellt ist. Bei seiner halbjährigen Leihe vor zwei Jahren konnte Sancho zumindest im Ansatz überzeugen, aber auch nicht an seine früheren Leistungen anknüpfen. Letztlich muss der BVB das Gefühl haben, dass Sancho ins Gesamtkonzept und zu den Mitspielern passt.
Im Sommer ist ein Deal auch daran gescheitert, dass Niko Kovac ohne Außenstürmer spielen wollte. Lars Ricken bekräftigte jedoch vor nicht allzu langer Zeit, dass es ein Fehler war, keinen Winger geholt zu haben. Es wird im Sommer also einer kommen, stellt sich nur die Frage, ob es sich dabei um Sancho handelt.
4. Julian Brandt
Bei Julian Brandt ist grundsätzlich klar, dass sich die Wege trennen. Dies haben alle Beteiligten schon vor einigen Wochen bestätigt. Ein Zurück scheint es nicht mehr zu geben. Laut Bild-Angaben hat Brandt seinen Mietvertrag bereits gekündigt und bereitet erste Dinge für den Auszug vor.
Der offensive Mittelfeldspieler soll mit einem Wechsel nach Spanien liebäugeln, zumal er seit einem Jahr eine Freundin haben soll, die in Katalonien lebt. Anfragen aus Saudi-Arabien hat Brandt in den vergangenen Wochen schon erhalten, jedoch lehnte er diese dankend ab.
Es deutet also vieles darauf hin, dass Brandt in Europa bleiben wird. Spanien würde zu seiner Spielweise grundsätzlich auch gut passen.
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