Die kürzlichen Medienberichte über die angeblich feststehende Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck werden bei vielen BVB-Fans falsche Hoffnungen geweckt haben. Nach dem Länderspiel zwischen Deutschland und Ghana (2:1) dementierte der Innenverteidiger die Meldungen höchstpersönlich.
"Ich muss das klar dementieren. So weit sind wir leider nicht. Ich habe lange mit Sebastian (Kehl) verhandelt, der ist jetzt nicht mehr da", sagte Schlotterbeck am Montagabend gegenüber Sky. Über die Berichterstattung der Medien sei er dementsprechend "sehr verwundert".

Ricken reagiert gelassen: "Nicos Aussagen sind nachvollziehbar"
Worte, die intern wohl für weniger Verwunderung gesorgt haben als in der Öffentlichkeit. "Nicos Aussagen sind nachvollziehbar. Wir haben weder einen Durchbruch, noch eine Einigung bestätigt, daher hat uns eher die jüngste Berichterstattung überrascht", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken gegenüber dem SID.
Der Ausgang des Vertragspokers um Schlotterbeck, der sich bereits seit Monaten in die Länge zieht, scheint also seit dem Abgang von Sportdirektor Sebastian Kehl wieder völlig offen zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob Kehls Nachfolger Ole Book die Verhandlungen mit dem begehrten Abwehrstar zu einem positiven Ende führen kann.
Im Raum steht eine vorzeitige Verlängerung von Schlotterbeck bis 2031, durch die er mit einem Gehalt von 14 Millionen Euro pro Jahr zu den Topverdienern des aktuellen BVB-Kaders aufsteigen würde. Noch dazu soll im neuen Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel integriert werden, durch die Schlotterbeck ab Sommer 2027 für eine festgeschriebene Ablösesumme wechseln kann.
Ricken stellte klar: "An unserer Grundhaltung, ihn langfristig an den BVB zu binden, hat sich nichts geändert. Daran arbeiten wir weiter." Der laut eigener Aussage "vertrauensvolle Austausch" läuft somit nach wie vor.
