Darum steckt Adeyemi plötzlich in der Bredouille
Von Franz Krafczyk

Die Rolle von Karim Adeyemi hat sich zum Jahreswechsel gewandelt. War der BVB-Star vor der Winterpause meist noch in der Startelf von Trainer Niko Kovac zu finden, so muss er sich aktuell mit der Jokerrolle begnügen. Sowohl beim Auftakt in Frankfurt (3:3) als auch beim 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen kam Adeyemi erst in der Schlussphase in die Partie.
Nachdem Adeyemi im Herbst mit mehreren Aktionen – wie seiner beleidigten Reaktion auf die Auswechslung gegen Gladbach – für Schlagzeilen gesorgt hatte, ist dies als klares Zeichen von Kovac zu werten. Für den 23-Jährigen ist der Zeitpunkt der Versetzung auf die Bank derzeit das größte Problem.
Da Adeyemis Vertrag beim BVB im Sommer 2027 ausläuft und der Spieler den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen will, würde der Angreifer die Schwarz-Gelben wohl gerne schon nach der Saison verlassen.
Keine Spielzeit, kein Interesse
Laut Bild hat allerdings keiner von Adeyemis Beobachtern, zu denen Manchester United und Inter Mailand zählen, derzeit konkretes Interesse an einem Sommertransfer. Auch die beiden Klubs werden Adeyemis Skandale mitbekommen haben, das viel größere Problem sei derzeit aber die viel zu geringe Spielzeit.
Dabei ist es auch für den BVB von Interesse, den Marktwert von Adeyemi hochzuhalten, um ihn im Sommer nicht zu einem Schnäppchenpreis abgeben zu müssen. Intern erhoffen sich die Dortmunder Bosse mit Sicherheit eine Ablösesumme, die zumindest bei seinem aktuellen Marktwert von 60 Millionen Euro liegt. Ein Jahr vor Vertragsende dürfte diese Summe aber kaum zu erzielen sein, wenn sich Adeyemis Rolle in den kommenden Wochen nicht verändert.
Für Kovac, der bekanntlich besonders viel Wert auf Disziplin legt, zählt aber allein das Leistungsprinzip. Daher wird sich Adeyemi sowohl im Training als auch bei seinen Kurzeinsätzen steigen müssen, um künftig wieder mehr Spielminuten zu erhalten – und damit auch wieder für andere Klubs interessanter zu werden.
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