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BVB im Wandel? Die Topelf für die Saison 26/27

Borussia Dortmund startet mit einigen neuen Gesichtern in die Saison. So könnte die Wunsch-Startelf 26/27 aussehen.
Borussia Dortmund geht mit einer verjüngten und hungrigen Mannschaft in die Saison
Borussia Dortmund geht mit einer verjüngten und hungrigen Mannschaft in die Saison | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Beim BVB gab es sein der Inthronisierung von Sportdirektor Ole Book einen Strategie-Wechsel. In diesem Transfer-Sommer war davon schon viel zu sehen. Der Fokus lag deutlich auf Transfers von talentierten Youngstern mit viel Entwicklungs- und damit Marktwertpotenzial.

Im Bestfall kann Trainer Niko Kovac eine Mannschaft entwickeln, die den Bayern näher auf die Pelle rücken kann. Wie stark die Dortmunder allerdings schon in der kommenden Spielzeit aufspielen können, gehört zu den spannendsten Fragen vor dem Saisonstart.

Klar ist, dass Kovac auch 26/27 auf ein 3-4-2-1-System setzen wird. Darin will Schwarzgelb aber durchaus attraktiver nach vorne spielen als noch in weiten Teilen der Vorsaison.

Wir werfen einen Blick auf die voraussichtliche Top-Startelf in der neuen Saison:

Tor: Kobel

Im Tor ist die Angelegenheit ganz klar. Gregor Kobel ist die klare Nummer eins, Alexander Meyer sein Ersatz. Der zuletzt an Heidenheim verliehene Diant Ramaj ist nun erneut auf Leihbasis zum FC Kopenhagen gewechselt.

Abwehr: Gadou – Anton – Schlotterbeck

Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck sind in der Dreierkette gesetzt. Allerdings wird Schlotterbeck den Saisonstart nach seinem Innenbandanriss im Sprunggelenk definitiv verpassen. Mit Neuzugang Joane Gadou und den italienischen Youngstern Filippo Mane und Luca Reggiani ist reichlich Potenzial vorhanden. Mane gehört dabei zu einem der Gewinner der Vorbereitung und scheint Reggiani im internen Ranking überholt zu haben. Der wiederum soll weiterhin von Inter Mailand umworben werden. Bei einem guten Angebot könnte der 18-Jährige Dortmund noch verlassen.

Mit Ramy Bensebaini und Emre Can stehen zudem zwei Routiniers zur Verfügung. Letzterer wird nach seinem Kreuzbandriss allerdings noch eine Weile benötigen.

Zunächst hat Bensebaini als Linksfuß aufgrund des Schlotterbeck-Ausfalls gute Chancen auf einen Stammplatz. Im weiteren Saisonverlauf wird es wohl auf Gadou neben Anton und Schlotterbeck hinauslaufen.

Mittelfeld: Ryerson – Nmecha – Bellingham – Svensson

Im zentralen Mittelfeld dürfte Felix Nmecha klar gesetzt sein. Der deutsche Nationalspieler hat sich zu einer Leaderfigur entwickelt und ist – sofern er verletzungsfrei bleibt – über jeden Zweifel erhaben. Die spannende Frage wird sein, wer der Mittelfeldpartner von Nmecha wird.

Neuzugang Joey Veerman ist zumindest ein klarer Kandidat auf einen Stammplatz. Der Niederländer besticht durch seine Passstärke und seine Spielintelligenz. Damit unterscheidet er sich als Spielertyp von Carney Chukwuemeka und Jobe Bellingham, die eher Allrounder und in Sachen Athletik im Vorteil sind. Bellingham dürfte jedoch vor allem zum Saisonstart gute Chancen auf die Startelf haben.

Es ist nicht auszuschließen, dass Kovac einen der drei Anwärter auf den Platz neben Nmecha auch einmal in einer offensiveren Rolle bringt. Marcel Sabitzer ist wohl nur noch als Backup eingeplant und könnte den Verein noch verlassen.

Julian Ryerson ist als rechter Schienenspieler gesetzt, während Daniel Svensson auf der linken Seite die Nase vorn haben dürfte. Perspektivisch könnte hier Kaua Prates zum Konkurrenten werden. Aktuell ist für Svensson jedoch Maximilian Beier der größte Konkurrent. Der eigentliche Offensivspieler konnte bereits im Vorjahr vereinzelt als Schienenspieler überzeugen.

Durch die Verpflichtungen von Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias könnte Beier häufiger auf den linken Flügel weichen.

Bemerkenswert: In den Testspielen tauschten Ryerson und Svensson auch schon die Seiten. So könnte das Spiel etwas zentrumslastiger werden und mehr Kombinationen fördern. Ob dieses Modell auch in den Pflichtspielen eingesetzt wird, bleibt aber zunächst abzuwarten.

Offensive: Karetsas – Beier – Guirassy

Im Sturm dürfte Serhou Guirassy gesetzt und Fabio Silva der erste Backup sein – sollte der Portugiese bleiben. Die spannendere Frage ist, welche beiden Spieler dahinter zum Einsatz kommen.

Eine gewichtige Rolle dürften die beiden griechischen Youngster Karetsas und Konstantelias spielen, die beide als Halbzehner auflaufen könnten. Zunächst ist jedoch davon auszugehen, dass Beier in der Startelf steht und nur einer der beiden Neuzugänge von Beginn an aufläuft.

Karetsas hat wohl einen leichten Vorteil, weil er schon länger beim BVB verweilt. Wer sich perspektivisch durchsetzt, ist aktuell noch völlig offen. Mit Samuele Inacio hofft noch ein weiterer sehr talentierter Youngster auf seine Chance. Der 18-Jährige ist aber wohl zunächst eher als Joker gefragt. Das gilt auch für den ebenfalls 18 Jahre alten Justin Lerma. Wobei dieser in den Vorbereitungsspielen teils völlig außen vor war und auch noch verliehen werden könnte.

Die BVB-Aufstellung im Überblick:

Wenn alle Borussen fit sind, dürfte die Wunschaufstellung wie folgt aussehen:

Gregor Kobel – Joane Gadou, Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck – Julian Ryerson, Felix Nmecha, Jobe Bellingham, Daniel Svensson – Konstantinos Karetsas, Maximilian Beier – Serhou Guirassy

Zu den gesetzten Spielern zählen Kobel, Anton, Schlotterbeck (wenn wieder fit), Ryerson, Nmecha und Guirassy. Alle anderen Plätze sind grundsätzlich noch offen und umkämpft. Mane und/oder Reggiani, Veerman und Konstantelias sollten relativ nahe an der Startelf sein. Bensebaini, Sabitzer und Chukwuemeka dürften sich ebenfalls Chancen ausrechnen zumindest wichtige(re) Rotationsspieler zu sein.


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