Carney Chukwuemeka hat in seinen inzwischen eineinhalb Jahren beim BVB durchaus angedeutet, dass er reichlich Potenzial besitzt. Das ganz große Problem war aber, dass er dieses – auch aufgrund von Verletzungen – kaum mal abrufen konnte. In der letzten Saison stand Chukwuemeka nur achtmal in der Startelf, was definitiv nicht im Verhältnis zu seiner Ablöse von 20 Millionen Euro steht. Nicht ohne Grund wurde Chukwuemeka von vielen schon als Transfer-Flop bezeichnet.
Nun macht sich in Dortmund allerdings neue Zuversicht breit. Der 22-Jährige präsentiert sich dieser Tage so fit wie nie. "Wenn man sich Carney im Vergleich zu seiner Ankunftszeit anschaut, ist er deutlich massiger geworden. Er hat an Physis zugelegt", lobte Niko Kovac seinen Schützling. Damit kam der Mittelfeldspieler der klaren Anweisung seines Trainers nach. Es ist kein Geheimnis, dass Kovac seinen Schützlingen alles abverlangt und hohe Ansprüche an Fitness und Athletik stellt.
Chukwuemeka verzichtet auf Urlaub
Chukwuemeka scheint gereift zu sein und nun zu verstehen, worauf es im Profisport ankommt. Wie aus einem Bild-Bericht zu entnehmen ist, trotzt der Spieler auch den klimatisch schwierigen Bedingungen in Japan und trainiert mit Volldampf.
Hier kommt auch seine neue Einstellung zum Tragen. Eigentlich hätte Chukwuemeka nach seiner WM-Teilnahme mit Österreich noch Urlaub gehabt. Anders als Landsmann Marcel Sabitzer entschied er sich jedoch dafür, vorzeitig ins Training einzusteigen und die Asienreise mitanzutreten. Ein Punkt, der den Verantwortlichen Mut macht.
Chukwuemeka kann endlich eine komplette Vorbereitung absolvieren
Positiv ist für den österreichischen Nationalspieler auch, dass er Klarheit bezüglich seiner Zukunft hat und einen Großteil der Saisonvorbereitung mit dem BVB absolvieren kann. Zuvor hatte er weder im Winter noch im Sommer 2025 wirklich Zeit zur Eingewöhnung. Es war schließlich lange offen, ob Chukwuemeka überhaupt nach seiner Leihe fest verpflichtet wird. Die Dortmunder feilschten lange mit dem FC Chelsea um eine kostengünstige Ablöse. Die Folge war, dass der Mittelfeld-Youngster erst sehr spät wieder eingegliedert werden konnte.
Wie immer gilt jedoch, dass die Wahrheit auf dem Platz liegt. Die beste Vorbereitung hilft wenig, wenn Chukwuemeka in den Pflichtspielen nicht abliefert oder sich wieder verletzt. Die Borussen steigen am 22. August mit dem Supercup-Spiel gegen den FC Bayern in die neue Pflichtspielsaison ein.
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