BVB-Bosse mit deutlicher Kritik nach CL-Pleite gegen die Spurs
Von Simon Zimmermann

Mit einem bedenklichen Auftritt bei kriselnden Spurs scheint Borussia Dortmund die Chancen auf den direkten Achtelfinal-Einzug in der Champions League verspielt zu haben. Nach der 0:2-Pleite in London steht Schwarzgelb vor den Mittwoch-Partien auf Rang zwölf. Ein Heimsieg am letzten Spieltag der Ligaphase ist Pflicht, um noch von den Top acht träumen zu könne. Dann gastiert Inter Mailand in Dortmund. Die Aufgabe gegen den Serie-A-Spitzenreiter dürfte alles andere als einfach werden.
Vor allem mit dem BVB-Gesicht aus Hälfte eins gegen Tottenham. Schon vor der Roten Karte für Daniel Svensson in der 26. Minute präsentierte sich die Kovac-Elf mut- und ideenlos. Nach 14 Minuten stand es 0:1, in der 37. Minute erhöhten die Spurs - und die Partie war schon gelaufen.
Während Mats Hummels als Amazon-Experte nach Schlusspfiff den Finger tief in die Wunde steckte, übten sich auch die BVB-Verantwortlichen in harter Kritik.
Tottenham 2-0 BVB: Die Highlights im Video
Kovac missfiel "in allererster Linie die Art und Weise"
"Damit gewinnt man auf diesem Niveau gar nichts", wurde Niko Kovac deutlich. "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt", hielt der BVB-Coach auf der Pressekonferenz fest. "Wenn du so passiv ins Spiel gehst, ohne Aggressivität, ohne Zweikampfverhalten, dann wird es schwierig."
"In der zweiten Halbzeit haben wir es in Unterzahl sehr viel besser gemacht, sehr viel entschlossener, aggressiver. Aber jetzt nicht so, dass wir hier heute etwas hätten mitnehmen können", so Kovac weiter.
"Mich ärgert in erster Linie nicht das Ergebnis. Sondern in allererster Linie die Art und Weise wie wir aufgetreten sind - in der Körperlichkeit beziehungsweise in der Aggressivität, in der Zweikampfführung", kritisierte Kovac sein Team. Lediglich 36 Prozent der direkten Duelle konnte der BVB in Hälfte eins für sich entscheiden. "Das ist verdammt wenig", hielt Kovac fest.
Kehl warnt Mannschaft: "Wir müssen ein bisschen aufpassen..."
Sebastian Kehl schlug in eine ähnliche Kerbe. "Die erste Halbzeit war schlecht. Wir werden das sicherlich auch mit der Mannschaft sehr kritisch besprechen", meinte der BVB-Sportdirektor zu den Medienvertretern in der Mixed Zone.
"Jeder Spieler muss sich hinterfragen."
- Sebastian Kehl
"Wenig Zweikämpfe geführt, wenig direkte Duelle gewonnen, wenig Intensität. Damit haben wir die Chance, die wir heute hatten, fahrlässig verspielt", so Kehl.
"Das ist zu wenig. Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir nicht in eine Situation geraten, wo wir den Fokus verlieren und wo wir das am Ende einfach laufen lassen. Wir müssen die Lehren daraus ziehen. Die Mannschaft muss verstehen, dass das nicht der Anspruch ist, den wir alle haben", warnte Kehl.
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