Der nächste große Schritt zur Verpflichtung des Wunsch-Bundestrainers ist getan. Die DFB-Spitze hat sich am Dienstagabend mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff getroffen. In München sprachen Präsident Bernd Neuendorf und Vize-Präsident Hans-Joachim Watzke mit Mintzlaff über mögliche Szenarien, um für Klopp die Freigabe zu erhalten.
Als 'Head of Global Soccer' steht der 59-Jährige bei Red Bull noch bis 2029 unter Vertrag. Klopp selbst will aber den Bundestrainer-Job antreten. Und auch von Red-Bull-Seite war zuletzt Kompromissbereitschaft zu vernehmen. Nach übereinstimmenden Berichten hat sich die Tendenz nach dem Gipfeltreffen am Dienstag verstärkt: Eine Lösung wird zeitnah erwartet!
Die dpa berichtet sogar schon von einer Einigung zwischen den Parteien. Watzke bestätigte derweil die Verhandlungen, wollte dazu aber "keine Angaben" machen.
Keine Ablöse für Klopp
Eine Ablösezahlung ist derweil offenbar nicht angedacht. Und auch nicht, dass Klopp als Markenbotschafter für Red Bull weiterarbeitet. Vielmehr soll es der RB-Wunsch sein, dass der designierte Bundestrainer künftig hin und wieder in beratender Funktion seine Expertise teilt (90min berichtete). Für den DFB wäre das ein guter Kompromiss. Es bliebe dabei, dass man noch nie für einen neuen Trainer eine Ablöse zahlen musste – angesichts der finanziellen Situation des Verbandes wohl sehr wichtig. Zudem muss man sich nicht die Blöße geben, dass Klopp als Werbegesicht für Red Bull herhalten muss.
Wie geht es jetzt weiter?
Mintzlaff will die Details mit Klopp persönlich besprechen und dafür nach New York zum WM-Finale reisen. Klopp ist dort noch als Experte für MagentaTV im Einsatz.
In New York hatte sich der vermeintlich neue Bundestrainer vergangene Woche mit Neuendorf und Watzke getroffen. Nach über vier Stunden stand fest: Die Eckdaten einer Zusammenarbeit stehen. Klopp soll bis nach der WM 2030 als neuer Bundestrainer unterschreiben und etwas mehr als Vorgänger Julian Nagelsmann verdienen, der auf bis zu sieben Millionen Euro im Jahr gekommen sein soll.
