Skip to main content

Brisante Szene: Macht Bellingham hier einen Mitspieler für das Aus verantwortlich?

England ist nach einer 1:2-Pleite gegen Argentinien im WM-Halbfinale ausgeschieden. Jude Bellingham hat einen Schuldigen offenbar schon nach dem Ausgleich ausgemacht.
England hat sein WM-Halbfinale verloren
England hat sein WM-Halbfinale verloren | Justin Setterfield/GettyImages

Im Mutterland des Fußballs hängt der Haussegen nach der 1:2-Halbfinalpleite gegen Argentinien mächtig schief. Während für zahlreiche Medien und Experten Thomas Tuchel als Hauptschuldiger feststeht, hat Jude Bellingham offenbar einen Mitspieler als Sündenbock ausgemacht.

Nach dem Ausgleichstreffer von Enzo Fernández betrachtete der Real-Star den Schuss des Argentiniers auf dem Videowürfel und formte mit den Lippen Worte, die Jordan Pickford gar nicht schmecken dürften. "Der Ball geht in die Mitte des Tores", so das Urteil von Bellingham. Zwar sagte der Mittelfeldspieler die Worte eher zu sich selbst, jedoch ist eine solche Reaktion von einer Leader-Figur dennoch kritisch zu hinterfragen.

Pickford rettete vor dem Gegentreffer mehrmals stark

Pickford die Schuld für den Gegentreffer zu geben, wirkt jedenfalls deplatziert, war er doch der einzige Engländer, der bis zur besagten 85. Minute eine Antwort auf den Sturmlauf der Argentinier hatte. Dass der Schuss von Fernández aus 20 Metern in die Tormitte gegangen sein soll, ist ebenfalls eine kuriose Wahrnehmung.

Zwar ging der Ball nicht punktgenau in der Ecke und wäre mit einer optimalen Positionierung wohl nicht unhaltbar gewesen, jedoch kann man schon von einem strammen und platzierten Abschluss sprechen. Hinzu kommt, dass Bellingham selbst Fernández zu viel Platz vor dem Schuss ließ und mit seinem Blockversuch zu spät kam.

Ausgleichstreffer haltbar? Neville und Fuss mit unterschiedlichen Bewertungen

Bellingham war jedoch nicht der einzige, der Pickford für das Gegentor verantwortlich machte. Auch Ex-Nationalspieler Gary Neville war von der Torhüter-Leistung in dieser Szene nicht angetan. "Der Ball ging nicht einmal in die Ecke. Den muss er halten", wurde er in seiner Analyse deutlich. MagentaTV-Kommentator Wolff Fuss bewertete die Szene hingegen komplett anders. "Den trifft Fernández perfekt, keine Chance für Pickford", sprach er Pickford von jeglicher Schuld frei. Damit dürfte er näher an der Wahrheit liegen als Neville und Bellingham, wenngleich diese vielleicht auch in der Mitte der beiden Parteien liegt.

Unter dem Strich lässt sich trotzdem festhalten, dass Pickford unabhängig von besagtem Gegentreffer einer der besten Engländer beim WM-Halbfinal-Aus war. Die destruktive Spielweise und die defensiven Tuchel-Wechsel dürften hauptursächlich dafür gewesen sein, dass Argentinien den Spieß nach 0:1-Rückstand noch drehen konnte.


Mehr News zur WM 2026 lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu