Blitz-Comeback von Poulsen möglich - Droht Polzin ein Luxusproblem?

Yussuf Poulsen wird wohl früher wieder einsatzbereit sein als gedacht.
Yussuf Poulsen
Yussuf Poulsen / picture alliance/GettyImages
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So richtig in den Genuss eines wirklich fitten Yussuf Poulsen ist man beim Hamburger SV noch nicht gekommen. Für große Freude konnte der Däne mit seinem späten Siegtreffer im Nordderby gegen Werder Bremen aber trotzdem schon sorgen. Dennoch wird der Sommerneuzugang immer wieder von Verletzungsproblemen zurückgeworfen: Seit Mitte Dezember fällt Poulsen mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Bislang hat der 31-jährige Angreifer erst gut 200 Einsatzminuten auf dem Konto, doch die nächsten könnten früher hinzukommen als zunächst angenommen.

Poulsen vor Blitz-Comeback

Bereits in der vergangenen Woche überraschte Yussuf Poulsen, als er mit der Mannschaft wieder auf dem Trainingsplatz erschien und mit seinem Comeback begann. Nun scheint sogar ein Blitz-Comeback möglich, denn Poulsen hat am heutigen Dienstag wieder voll mit dem Team trainiert. Laut dem Abendblatt kommt ein Einsatz am kommenden Wochenende gegen den 1. FC Heidenheim zwar noch zu früh, doch für das Heimspiel gegen Union Berlin eine Woche später am 14. Februar könnte Poulsen wieder ein Faktor für Trainer Merlin Polzin werden.

Damit liegt Poulsen nicht nur super im Zeitplan für seine Rückkehr, sondern sogar deutlich unter der erwarteten Ausfallzeit. Nachdem die Verletzung im Dezember aufgetreten war, ging man zunächst noch davon aus, dass der dänische Angreifer frühestens im März wieder mit von der Partie sein kann. Ob Polzin den Pechvogel Poulsen aber tatsächlich bereits zeitnah wieder in den Spieltagskader integriert, steht noch offen. Die Möglichkeit dazu bestünde aber wohl in absehbarer Zeit.

Yussuf Poulsen könnte offenbar ein Blitz-Comeback feiern
Yussuf Poulsen könnte offenbar ein Blitz-Comeback feiern / picture alliance/GettyImages

Bisher kam Poulsen aufgrund ständig auftretender Verletzungsrückschläge erst auf acht (Kurz-)Einsätze in der Bundesliga und eine Minute Spielzeit im DFB Pokal. Damit konnte der Ex-Leipziger die großen Hoffnungen und Erwartungen, die man an ihn noch im Sommer bei seiner Verpflichtung hatte, nicht erfüllen und hofft darauf, nun endlich verschont zu bleiben, um den Durchbruch beim HSV mit etwas Verspätung noch zu packen.

Überangebot im Sturm?

Allerdings wird es im HSV-Sturm mit der verfrühten Rückkehr Poulsens nun auch etwas eng. Merlin Polzin stehen somit bald gleich fünf Stürmer zur Verfügung, von denen zwei bis drei den Sprung in den Kader für die Punktspiele regelmäßig nicht schaffen dürften. Zuletzt holte man Otto Stange von seiner Leihe in die 2. Bundesliga wieder zurück an die Elbe und verpflichtete nach der Poulsen-Verletzung im Dezember mit dem Ex-Kölner Damion Downs einen weiteren Stürmer. Auch Robert Glatzel und Ransford Königsdörffer dürften Ansprüche stellen, in die erste Mannschaft zu stoßen. Das stellt Trainer Polzin dann vor ein gewisses Luxusproblem.


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