Mit dem 3:1-Sieg gegen Werder Bremen verschaffte sich der 1. FC Köln am vergangenen Wochenende etwas Luft im Abstiegskampf. Der Erfolg sorgte dafür, dass Sportvorstand Thomas Kessler nun mit etwas mehr Sicherheit für ein weiteres Jahr Bundesliga planen kann.
Eigentlich spielt in diesen Plänen auch Eric Martel eine Rolle. Der zentrale Mittelfeldspieler ist aus der ersten Elf eigentlich nicht wegzudenken, das Problem ist jedoch sein Vertrag. Dieser läuft nämlich nur noch bis Ende Juni und der Poker zieht sich zunehmend in die Länge.
Erst kürzlich hieß es, dass der Effzeh langsam die Geduld verliere und sein Gehaltsangebot nach unten korrigiert habe (90min berichtete). Die Geißböcke fordern ein klares Bekenntnis vom 23-Jährigen, der seinen Verbleib stets eng an den sportlichen Erfolg des Vereins geknüpft hatte.
Ein teurer Nachfolger?
In Köln sind sie laut dem Express allerdings auf einen möglichen Abgang Martels vorbereitet. Das Boulevardblatt berichtet, dass der Effzeh sich weiterhin mit Silas Andersen vom schwedischen Erstligisten BK Häcken beschäftigt.
Bereits im Winter stand der 21-Jährige ganz oben auf der Kölner Wunschliste. Damals bot der Aufsteiger vier Millionen Euro, Häcken lehnte ab und forderte stattdessen sieben Millionen. Problem für Köln: Andersen verlängerte im März seinen Vertrag bis 2029, die Ablöse dürfte also eher teurer als günstiger werden.
Deutliches Signal an Martel
Dennoch ist das Interesse am Dänen auch ein eindeutiges Signal an Martel. Es zeigt, dass der Effzeh nicht um jeden Preis mit ihm verlängern will bzw. muss, sondern längst den Markt nach Nachfolgern sondiert.
Martel wird sich also langsam entscheiden müssen, ob er sich klar zu Köln bekennt, oder im Sommer ein neues Abenteuer startet. Klar ist: Beim Effzeh fahren sie längst zweigleisig – das hat sich Martel allerdings selbst eingebrockt.
