Nach den teuren und aufsehenerregenden Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown, die den Verein in diesem Sommer zusammengerechnet über 100 Millionen Euro gekostet haben, drückt der FC Bayern München nun kräftig auf die Ausgabenbremse. Wie Sky-Reporter Florian Plettenberg berichtet, liegt der absolute Fokus des deutschen Rekordmeisters für den Rest des aktuellen Transferfensters nahezu ausschließlich auf Spielerverkäufen.
Demnach ist es vor allem Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der diese strikte Marschroute von ganz oben unmissverständlich einfordert und den Druck auf die sportliche Führung erhöht.
Die klare Vorgabe an Sportvorstand Max Eberl und sein Team lautet dabei: Feste Transfers haben ab sofort oberste Priorität. Reine Leihgeschäfte, die das Gehaltsbudget zumeist nur kurzfristig entlasten, sollen unter allen Umständen vermieden werden.
100-Mio-Trio und ein Eigengewächs sollen gehen
Diese harte Linie betrifft in erster Linie jene Spieler, die unter dem neuen Cheftrainer Vincent Kompany sportlich keine realistische Perspektive mehr besitzen. Im absoluten Fokus stehen dabei João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Wie Max Eberl dieses lösen muss, hat 90min bereits in den vergangenen Tagen ausführlich beleuchtet.
Zusätzlich zu diesem sündhaft teuren Trio steht laut Plettenberg auch Armindo Sieb ganz oben auf der Streichliste. Der 23-jährige Offensivallrounder ist nach einer zweijährigen Leihe vom 1. FSV Mainz 05 an die Säbener Straße zurückgekehrt. In Mainz gelang dem ehemaligen U21-Nationalspieler jedoch nicht der erhoffte Durchbruch – insgesamt vier Bundesliga-Treffer in zwei Spielzeiten.
Da sein Vertrag in München nur noch bis 2027 läuft und Kompany nicht mit dem flexibel einsetzbaren Angreifer plant, streben die Bayern-Bosse in diesem Sommer einen festen Verkauf oder eine erneute Leihe an, um Platz im Kader zu schaffen.
Schmerzgrenze bei Ito und Davies erreicht?

Neben den offensichtlichen Streichkandidaten zeigt sich die Münchner Führungsetage aber auch bei deutlich prominenteren Namen gesprächsbereit.
Plettenberg zufolge sind die Bayern-Bosse bei außergewöhnlichen Angeboten bereit, sich Offerten für Hiroki Ito und Alphonso Davies ernsthaft anzuhören. Sollte ein europäischer Top-Klub eine unerwartet hohe Summe für den Japaner oder den kanadischen Linksverteidiger auf den Tisch legen, wäre man an der Isar offenbar nicht mehr kategorisch gegen einen Verkauf.
Kaum noch neue Gesichter zu erwarten
Wer als Bayern-Fan nun noch auf zahlreiche weitere Top-Transfers und spektakuläre Neuzugänge hofft, dürfte enttäuscht werden. Der aktuelle Fahrplan sieht ganz klar vor, dass der FC Bayern bis zum Schließen des Transferfensters maximal noch einen einzigen neuen Spieler verpflichtet – sofern nicht noch etwas völlig Unvorhergesehenes auf dem unberechenbaren Transfermarkt passiert.
Plettenberg räumte in diesem Zuge zudem mit aktuellen Gerüchten auf: Entgegen jüngster Spekulationen hat die Verpflichtung eines neuen Rechtsverteidigers derzeit überhaupt keine Priorität bei den Münchnern. Das Vertrauen in den bestehenden Kader scheint nach den geplanten Verkäufen groß genug zu sein.
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