Seit Wochenbeginn läuft beim FC Bayern München die Vorbereitung auf die neue Saison, doch für drei Rückkehrer ist die Perspektive unter Cheftrainer Vincent Kompany denkbar schlecht. João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza stehen beim deutschen Rekordmeister auf der Verkaufsliste. Für das Trio legten die Münchner in der Vergangenheit zusammengerechnet knapp 100 Millionen Euro auf den Tisch. Nun steht Sportvorstand Max Eberl vor der gewaltigen Herausforderung, geeignete Abnehmer zu finden – ohne dabei einen finanziellen Totalschaden einzufahren.
Palhinha-Poker: England-Klub in der Verlosung
Besonders kompliziert gestaltet sich die Personalie João Palhinha. Für den defensiven Mittelfeldspieler überwiesen die Bayern vor zwei Jahren noch rund 50 Millionen Euro an den FC Fulham. Nach seiner Leihe zu Tottenham Hotspur gibt es zwar Markt für den Portugiesen, doch lukrative Offerten aus Saudi-Arabien und der Türkei hat der 31-Jährige abgelehnt. Aus familiären Gründen möchte Palhinha zwingend in Europa bleiben.

Eine Rückkehr in seine Heimat zu den Lissabon-Klubs Benfica oder Sporting scheitert derzeit an finanziellen Hürden und dem Jahresgehalt von geschätzten 8,5 Millionen Euro. Wie die Bild berichtet, gilt Premier-League-Klub Aston Villa aktuell als die größte Hoffnung auf einen Transfer. Allerdings zögern die Engländer noch bei der geforderten Ablöse von rund 25 Millionen Euro und prüfen dem Vernehmen nach eine Leihe mit Kaufoption.
Boey und Zaragoza: Hohe Hürden beim Verkauf

Ähnlich zäh verlaufen die Bemühungen bei Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Rechtsverteidiger Boey, der Anfang 2024 für 30 Millionen Euro von Galatasaray geholt wurde und zuletzt auf Leihbasis wieder in Istanbul spielte, wird zwar von Klubs aus dem Mittelfeld der Premier League beobachtet. Der FC Bayern beharrt laut Medienberichten jedoch auf einer Ablösesumme von 15 Millionen Euro.
Bei Flügelstürmer Bryan Zaragoza (Gesamtpaket einst knapp 20 Millionen Euro) zieht es den Spieler selbst zurück in die spanische Heimat. Espanyol Barcelona und der FC Sevilla haben den 24-Jährigen im Visier, doch auch hier blockiert das üppige Münchner Gehalt von rund vier Millionen Euro schnelle Verhandlungen.
Wie Sky Sport betont, besitzt Zaragoza im Münchener-Offensivverbund schlicht keine Perspektive mehr, da die Konkurrenz auf den Flügelpositionen mit Spielern wie Michael Olise, Luis Díaz oder Ismael Saibari viel zu groß ist. Für Max Eberl beginnt somit ein echter Wettlauf gegen die Zeit, um das schwere Transfer-Rätsel bis zum Ende der Wechselperiode zu lösen.
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