Borussia Dortmund macht in diesem Jahr bereits früh seine Hausaufgaben auf dem Transfermarkt. Die Verträge mit den Schlüsselspielern Felix Nmecha und Nico Schlotterbeck wurden beide verlängert, dazu sind auch die Verpflichtungen von Justin Lerma und Kaua Prates bereits unter Dach und Fach.
Der BVB geht also deutlich umsichtiger vor als noch im letzten Sommer, wo viele Neuzugänge erst kurz vor dem Ende des Transferfensters kamen. Und es ist noch nicht aller Tage Abend: Denn neben Lerma und Prates sollen noch ein Innenverteidiger, ein zentraler Mittelfeldspieler und ein Stürmer an die Strobelallee wechseln – und zumindest im Mittelfeld will man sich dabei im obersten Regal bedienen.
Eichhorn nach Dortmund?
Die Bild berichtet nämlich, dass der BVB ins Rennen um Kennet Eichhorn eingestiegen ist. Der 16-Jährige von Hertha BSC gilt als das größte Talent in Deutschland und wird von der halben Bundesliga sowie internationalen Top-Klubs gejagt. Unter anderem Bayern München, RB Leipzig, Paris Saint-Germain und der FC Barcelona haben ihn auf dem Zettel.
Die Schwarz-Gelben haben laut dem Bericht bei Eichhorn "vorgefühlt" und ihr grundsätzliches Interesse an ihm hinterlegt. Zwar will der BVB den eigenen Talenten Mussa Kaba und Enzo Duarte eigentlich zu mehr Spielzeit verhelfen, Eichhorn sei jedoch auch aufgrund seines enormen Wertsteigerungspotenzials sehr interessant.
Gleichzeitig braucht es durch die Abgänge von Salih Özcan, Pascal Groß und Julian Brandt Spieler, die sofort helfen können – dazu würde Eichhorn trotz seiner erst 16 Jahren zweifelsohne zählen.
Eichhorn passt in die neue BVB-Philosophie
Was Eichhorn neben all diesen Dingen so interessant macht ist die mögliche Ablöse. Seine Ausstiegsklausel soll bei zehn bis zwölf Millionen Euro liegen – angesichts seines Potenzials ein absolutes Schnäppchen.
Mit diesem Preis würde er perfekt ins Budget des BVB passen, der ohne Spielerverkäufe rund 25 Millionen Euro für Transfers ausgeben kann. Er würde auch perfekt in die neue Transferstrategie passen, die der BVB unter Sportdirektor Ole Book fahren will.
Der Fokus soll wieder mehr auf Talenten liegen, Sportvorstand Lars Ricken sagte diesbezüglich gegenüber der Sport Bild: "Wir wollen nun einiges anders machen. Da geht es nicht nur um Kreativität, sondern auch um Schnelligkeit, um Mut und um Aggressivität auf dem Transfermarkt."
Des Weiteren ergänzte er: "Wenn man einen Ausnahmespieler findet, der perfekt ins Profil passt, dann ist ein solcher Transfer selten von der Geschäftsführung abgelehnt worden, selbst wenn er etwas über dem Budget lag."
Eichhorn wäre genau solch ein Ausnahmespieler. Der 16-Jährige will sich mit seiner Entscheidung allerdings noch Zeit lassen. Verständlich, schließlich hat er bei seinem nächsten Klub die Qual der Wahl und der Schritt muss wohlüberlegt sein.
