Skip to main content

Bereit für die WM? Nagelsmanns Erkenntnisse zum Testspiel-Doppelpack

Die deutsche Nationalelf hat die beiden Testspiele im März jeweils knapp gewonnen. Diese Erkenntnisse hat Julian Nagelsmann nach den beiden Partien gegen die Schweiz und Ghana gewonnen.
Julian Nagelsmann sieht vor der WM in einigen Bereichen noch Luft nach oben
Julian Nagelsmann sieht vor der WM in einigen Bereichen noch Luft nach oben | Inaki Esnaola/GettyImages

Auf den ersten Blick lesen sich die Ergebnisse der beiden Testspiele im März zufriedenstellend: Nach dem 4:3-Erfolg in der Schweiz gewann die deutsche Nationalmannschaft auch am Montag gegen Ghana mit 2:1.

Bei genauerer Betrachtung der beiden Länderspiele bleibt zwar festzuhalten, dass die Offensive rund Florian Wirtz, Kai Havertz und Serge Gnabry vor der WM im Sommer bereits in guter Form ist, sich dafür aber die Defensive noch zu wacklig präsentierte.

"Wir haben sehr gute erste 25 Minuten gespielt. Taktisch war das sehr diszipliniert, nur das Tor hat gefehlt", lobte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem Sieg gegen Ghana. Er bemängelte jedoch: "Wir sind ein bisschen ungeduldig geworden und haben uns das Leben etwas schwer gemacht. Wir haben die Positionen nicht mehr gut besetzt, hatten wieder sehr viel Freestyle, wie in der Schweiz, dann sind wir sehr konteranfällig. Das 1:1 dürfen wir so nicht fressen, das war sehr einfach."

Insgesamt habe das DFB-Team aber "Schritte nach vorne gemacht" und Erkenntnisse "über einzelne Spieler" und "die Herangehensweise" gewonnen. "Wir konnten ein paar Themen rausziehen", sagte der Bundestrainer.

Matchwinner Undav bleibt wohl Reservist - Sonderlob für Karl

Auch wenn Nagelsmann diese gewonnen Erkenntnisse nicht preisgeben wollte, dürften sich diese unter anderem auf die Rollen seiner Stars beziehen. So soll beispielsweise Deniz Undav trotz seines Siegtreffers nach Einwechslung gegen Ghana weiterhin nur die zweite Wahl bleiben.

Dass sich an der Jokerrolle des Stuttgarters noch etwas ändere, sei "eher unwahrscheinlich", verriet Nagelsmann. "Die Rollengespräche habe ich ja nicht für den März gemacht, sondern für die WM. Er muss es umsetzen auf dem Feld. Das Tor macht er sehr gut. Wir brauchen auch im Sommer Joker, um Spiele zu entscheiden. Wir bekommen das nicht immer in den ersten 60 Minuten hin. Das ist sein Auftrag, das ist seine Rolle", erklärte er.

Deniz Undav erzielte den Siegtreffer gegen Ghana
Deniz Undav erzielte den Siegtreffer gegen Ghana | EyesWideOpen/GettyImages

Eine ähnliche Rolle wie Undav winkt auch Lennart Karl, der seine ersten beiden A-Länderspiele absolvierte und sich dabei für eine WM-Nominierung empfehlen konnte. "Er hat einen super Eindruck gemacht. Frech, aber auch demütig. Er hat den ersten Minischritt in der A-Nationalmannschaft gemacht. Er hat eine natürliche Gabe, gut zu stehen und sich im Raum zu bewegen. Von all den jungen Spielern, die wir im Laufe der Zeit nominiert haben, hat er mit den besten Eindruck gemacht", lobte Nagelsmann den jungen Bayern-Star.

Nach Doppel-Ausfall von Pavlovic und Nmecha: Wer startet auf der Doppelsechs?

Dass die Startelf für das Turnier im Sommer noch nicht zu 100 Prozent steht, hängt auch mit den verletzungsbedingten Ausfällen zusammen. Neben Jamal Musiala, dessen Chancen auf die WM so langsam aber sicher geringer werden, musste Nagelsmann im März auch auf seine beiden Sechser Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha verzichten.

"Sie sollten schon gesund werden. Einer auf jeden Fall, es wäre aber gut, wenn beide gesund werden. Dann habe ich keine Bauchschmerzen. Auf meiner Liste waren mal elf Sechser und Achter. Wir haben schon genug Auswahl. Wir müssen nur die richtigen Spieler für das Turnier finden", so der 38-Jährige zur Besetzung im defensiven Mittelfeld, wo nun auch Leon Goretzka, Angelo Stiller und Pascal Groß die Chance bekamen.

Loading recommendations... Please wait while we load personalized content recommendations