Beim ungefährdeten 5:0-Sieg über den FC St. Pauli am Samstagabend kamen weder Serge Gnabry noch Harry Kane zum Einsatz. Der FC Bayern entschied sich dazu, den einen sogar in München und den anderen über die volle Distanz auf der Bank zu lassen. Die zwei Offensivspieler sind zurzeit nicht rundum fit und sollten deshalb für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid am Mittwochabend geschont werden.
Dementsprechend stellt sich allerdings die Frage, ob Gnabry und Kane in der Champions League wieder aufspielen können. Bislang geben sich die Verantwortlichen bei beiden optimistisch.
"Wir haben das Gefühl gehabt, dass es für Serge jetzt nicht gut ist, diese Reise nach Hamburg zu machen mit den zwei Flügen. Auf dem Platz wäre er wahrscheinlich keine Alternative gewesen", kommentierte Max Eberl etwa das Fehlen von Gnabry (via Bild). Daher habe man sich "für Pflege zu Hause entschieden". Für Mittwoch werde er jedoch wieder einsatzbereit sein, kündigte der Sportvorstand an.
Am Sonntag, dem eigentlich trainingsfreien Tag für die Bayern-Stars, drehte Gnabry ein paar Laufrunden. Dabei trug er zwar eine dicke Bandage über dem rechten Knie, doch dürfte es sich dabei lediglich um eine stützende Vorsichtsmaßnahme gehandelt haben.
Kompany wollte "unnötige Risiken" bei Kane vermeiden
Größere Sorgen um Kane sind offenbar auch nicht notwendig. "Ihn zu schonen, ist vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck. Harry hatte nach dem Spiel gegen Real Madrid leichte Beschwerden, aber das ist nichts Ernstes, was ihn am nächsten Spiel hindern würde", erklärte Vincent Kompany den Bankplatz in Hamburg.
Mit dem 32-Jährigen, der nach einer für seine Verhältnisse recht dürftigen ersten Halbzeit im Real-Hinspiel später noch zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung getroffen hatte, müsse man zurzeit "nicht zu viele unnötige Risiken eingehen". Kompany weiter: "Vielleicht müssen wir im nächsten Spiel 120 Minuten spielen, wer weiß. Ich hoffe nicht, aber wir müssen solche vernünftigen Entscheidungen treffen."
Für einen solchen Fall soll Kane die größtmögliche Spieldistanz absolvieren können. Ein Einsatz gegen St. Pauli wäre – insbesondere auf das Resultat zurückblickend – ein vom Coach erwähntes Risiko gewesen.
