Im Alltag steht Alexander Nübel für den VfB Stuttgart zwischen den Pfosten, am heutigen Montagabend (20:45 Uhr) darf er in der MHP-Arena aber auch das Tor des deutschen Nationalteams hüten. Beim Länderspiel gegen Ghana wird die Nummer zwei des DFB-Teams das Vertrauen bekommen. Welches Trikot Nübel in der kommenden Saison auf Vereinsebene trägt, ist aber weiterhin offen.
In diesem Sommer endet sein drittes Leihjahr in Stuttgart. Eine erneute Verlängerung der Leihe ist so gut wie ausgeschlossen. Zwar hat Nübel auch beim FC Bayern trotz gültigen Vertrags bis 2030 keine Perspektive mehr, doch bis er einen neuen Verein gefunden hat, wird er nach der Saison erst einmal nach München zurückkehren.
Das führt zu einer besonderen Konstellation: Während er im Nationalteam als Ersatzkeeper hierarchisch vor Jonas Urbig steht, der im März erstmals als Nummer drei von Julian Nagelsmann berufen wurde, wird er sich an der Säbener Straße hinter dem Youngster anstellen müssen.

Wahrscheinlichkeit für Nübels Bayern-Rückkehr "relativ hoch"
Auf die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er Nübel im Sommer wieder auf dem Bayern-Campus begegnen werde, antwortete Nübel gegenüber Bild: "Relativ hoch, weil ich noch Vertrag in München habe."
Die bisherige Zusammenarbeit beider Keeper auf dem Trainingsplatz war allerdings nur von kurzer Dauer. Schon vor dem 4:3-Sieg gegen die Schweiz musste Urbig wegen einer Kapselverletzung wieder vom Nationalteam abreisen. Auch in München werden die beiden Torhüter nicht langfristig gemeinsam trainieren, da sich Nübel wohl schnell nach einem neuen Klub umsehen wird.
Im Bezug auf seinen neuen Torwartkollegen äußerte Nübel sehr positive Worte: "Ich habe ihn zum ersten Mal ihn kennengelernt, persönlich auf dem Platz. Sehr, sehr guter Junge, sehr eifrig, schon sehr, sehr weit auch im Alter. Er ist dann leider relativ früh abgereist", so der 29-Jährige, der sich auf seinen dritten Länderspieleinsatz freuen darf.
