Mit 65 Gegentoren hat Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison die drittschwächste Defensive aller Bundesliga-Klubs gestellt. Nach den Abgängen von Nathaniel Brown und Rasmus Kristensen ist die Hintermannschaft selbstredend erst recht eine Großbaustelle. Die sieben Gegentore gegen den FC Brentford im Testspiel dürften die Sorgen nur noch vergrößert haben.
Sportvorstand Markus Krösche und Sportdirektor Timmo Hardung stehen in der Pflicht, schleunigst in der Defensive nachzulegen. Priorität hat laut Informationen der Bild die Suche nach einem neuen Innenverteidiger. Obwohl Frankfurt auf dem Transfermarkt weniger Einnahmen als erhofft erzielt hat, soll dieser auf Anhieb gehobenes Bundesliga-Niveau und ausreichend Erfahrung mitbringen.
Itakura und Leite in Frankfurt gehandelt
Als mögliche Soforthilfe gilt nach Angaben der Bild unter anderem Ko Itakura. Der 29-Jährige könnte Ajax Amsterdam nach nur einer Saison wieder verlassen und soll offen für einen Wechsel zur SGE sein. Zwar ist der Japaner etwas verletzungsanfällig, bringt jedoch Routine und ein ordentliches Niveau mit. Bei Borussia Mönchengladbach sammelte Itakura schon reichlich Erfahrung auf deutschem Fußballgrund.
Ebenfalls im Visier der Hessen soll Diogo Leite sein. Der 27-Jährige stand bis zum Ende der abgelaufenen Saison bei Union Berlin unter Vertrag, ließ seinen Vertrag jedoch auslaufen, um bei einem größeren Klub anheuern zu können. Hütter soll einen Transfer von Leite begrüßen, jedoch wäre der Portugiese gehaltstechnisch nicht gerade günstig. Bedenkt man aber, dass er dafür ablösefrei kommen könnte, klingt Leite und Eintracht Frankfurt durchaus nach einem "Match".
Kommt es zur Wiedervereinigung von Kehrer und Hütter?
Reichlich Erfahrung würde auch Thilo Kehrer mitbringen. Der ehemalige deutsche Nationalspieler kennt Hütter aus gemeinsamen Zeiten in Monaco und soll aktuell auf dem Markt stehen.
Der 29-Jährige könnte nicht nur in der Innenverteidigung auflaufen, sondern auch auf der Rechtsverteidiger-Position eine Alternative sein. Unklar ist, wie viel Monaco an Ablöse und Kehrer an Gehalt verlangen würden. Der Abwehrspieler hat noch bis 2028 Vertrag und war in der letzten Saison Stammspieler. Zwar sollen die Monegassen laut französischen Medienberichten verkaufsbereit sein, jedoch werden sie Kehrer nicht verschenken.
Für Frankfurt geht es nun darum, einen der gehandelten Kandidaten zu verpflichten und dabei möglichst wenig Zeit zu verschwenden. Handlungsbedarf besteht schließlich auch noch auf anderen Positionen und spätestens zum Bundesligastart sollte der Kader weitgehend stehen.
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